LKR Bamberg
Programm

Partnerschaft für Demokratie ist auf dem Weg

Angriffe auf die Demokratie, die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, sowie Ideologien, die die Ungleichwertigkeit von Menschen, Lebensanschauungen oder Religionen vertreten, sollten dauerhafte Herausfor...
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Angriffe auf die Demokratie, die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, sowie Ideologien, die die Ungleichwertigkeit von Menschen, Lebensanschauungen oder Religionen vertreten, sollten dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft sein. Seit diesem Jahr beteiligt sich der Landkreis Bamberg, genauso wie die Stadt, am Bundesprogramm "Demokratie leben!". Es ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Gesundheit, mit dem man für ein vielfältiges, gewaltfreies und respektvolles Miteinander werben will. Diese Werte in allen Landkreisgemeinden zu stärken ist Ziel des Projekts "Demokratie leben!" Dafür stehen in diesem Jahr noch 20 000 Euro an Projektmitteln zur Verfügung.

Ideen sollen gefördert werden, die demokratisches Handeln stärken und extremistischen und menschenfeindlichen Einstellungen entgegenwirken. Antragsberechtigt sind Vereine, Institutionen sowie engagierte Privatpersonen, die ein vielfältiges Miteinander in ihrem ganz speziellen Umfeld gestalten wollen. "Diese Akteure vor Ort wissen besser als andere, ob man das vielleicht mit einer Ausstellung, Medienprojekten, Workshops, oder einem Straßenfest erreichen kann", sagt Lisa-Maria Graf von der zuständigen Koordinierungs- und Fachstelle bei einem Pressegespräch.

Die Expertin ist unterstützend tätig bei der Auswahl der Veranstaltung und hilft bei Fragen rund um die Antragstellung. Dieser wird anschließend von Vanessa Hohmann, vom Bildungsbüro im Landratsamt Bamberg, geprüft und dann an den dazu eigens eingesetzten Begleitausschuss weitergeleitet. Nach positiver Rückmeldung kann dann mit dem Projekt gestartet werden.

Darüber hinaus soll ein Jugendforum entstehen, geleitet von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, das separate Fördermittel zur eigenständigen Umsetzung von Projekten bekommt.

Jugendliche sensibilisieren

Ein wichtiges Ziel ist es, vor allem Kinder und Jugendliche in Bezug auf rechtsextreme, antisemitische oder rassistische Aktivitäten sowie andere demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Phänomene zu sensibilisieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, aktiv Demokratie mitzugestalten. Wie das geschehen kann, vielleicht mit einem Jugendparlament oder einem Jugendforum, müssen die lokalen Entscheidungsträger vor Ort entscheiden.

Zurzeit sind Graf und Hohmann viel im Landkreis unterwegs, um Akteure vor Ort kennenzulernen und sie miteinander zu vernetzen. Vielversprechende Gespräch gab es unter anderem bereits in Gerach, in Stegaurach, in Memmelsdorf und in Gundelsheim. Die beiden würden sich sehr über weitere Projektanafragen freuen und stehen gern mit Rat und Tat zur Verfügung.

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