Weißenohe

Parkplatz leer, Ort brechend voll

Regelrecht überrollt wird Weißenohe von Touristen und Wanderern. Die Autos parken den gesamten Ort zu. Der eigens angelegte Parkplatz jedoch wird nicht eröffnet, da noch nicht ganz fertiggestellt. Das ärgert die Räte.
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Der neue Wanderparkplatz ist eigentlich fertiggestellt, aber noch nicht freigegeben. Foto: Petra Malbrich
Der neue Wanderparkplatz ist eigentlich fertiggestellt, aber noch nicht freigegeben. Foto: Petra Malbrich

Der neue Parkplatz in Weißenohe ist fertig. Drei Schilder weisen jedoch darauf hin, dass er nicht geöffnet ist. Carmen Stumpf (FWG) machte ihrem Ärger darüber bei der jüngsten Gemeinderatssitzung Luft. "An Ostern wurden wir regelrecht überschüttet", meinte Stumpf angesichts der Anzahl der Touristen und Wanderer, die diesen Parkplatz nicht nutzen konnten, sondern wieder auf den Straßenrändern und Gehwegen parkten, dass erst drei Autos wegfahren müssten, damit ein Sanitätswagen nach Dorfhaus käme. Auch die Anwohner konnten teilweise nicht mehr aus ihren Garagen fahren.

Langsam mahlende Mühlen

"Die Baufirma gibt den Parkplatz noch nicht frei", entgegnete Bürgermeister Rudolf Braun (WGA). Der Parkplatz sei noch nicht abgenommen, die Zufahrt wohl noch nicht ganz fertig, der Feinteer fehlt. "Wenn ein Auto auffährt, wäre das die Schuld der Gemeinde", erklärte Braun. "Den Spoiler kann man sich an andreren Stellen auch aufreißen", fügte Michaela Gruber (FWG) hinzu, die es frustrierend findet, dass die Mühlen der Firma so langsam mahlen. Würde eine Stahlplatte eingelegt werden, könnten sehr wohl Autos den Parkplatz benutzen, regte dritter Bürgermeister Thomas Windisch (UWG) an.

Bloß kein Schritt zu viel

Viel Geld habe die Gemeinde für den Parkplatz bezahlt. Angesichts der Massen an Besucher war vor allem Dorfhaus an seine Grenzen angekommen. Ein Feuerwehrauto hätte keine Möglichkeit mehr gehabt, in den Ort zu gelangen. "Ich kann das Recht nicht biegen und nicht mehr tun, als täglich E-Mails zu schicken", meinte Braun, der die Bürgerbeschwerden wegen des noch geschlossenen Parkplatzes nicht verstehen kann. Er riet, die Polizei zu informieren, wenn die Anwohner durch parkende Wanderer belästigt würden und delegierte eine Aufgabe an die Gemeinderäte.

Diese dürfen nun gerne die Aufgabe übernehmen, täglich bei der Baufirma nachzufragen, wann der Parkplatz eröffnet werde. Norbert Sulzbacher prophezeite jetzt schon, dass sich mit einem geöffneten Parkplatz das Problem trotzdem nicht lösen würde. "Die Leute wollen keine 500 Meter laufen" und Bürgermeister Braun fügte hinzu: "Sie wollen am liebsten zu den Sinterstufen fahren."

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