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Königsberg in Bayern

Pappeln wachsen für Pellets

Forstwirtschaft  Der Königsberger Stadtrat unternahm einen Rundgang im Wald und ließ sich von den Förstern über aktuelle und geplante Maßnahmen informieren.
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Am Karolinenbrünnchen wurden die Stadträte und Ortssprecher von Forstdirektor Franz Eder (Mitte mit Bart) und Revierleiter Clemens Beyer (rechts daneben) über den aktuellen Holzeinschlag am Roßberg informiert. Bürgermeister Claus Bittenbrünn (Zweiter von links) leitete die Zusammenkunft des Stadtrats. Fotos: Gerold Snater
Am Karolinenbrünnchen wurden die Stadträte und Ortssprecher von Forstdirektor Franz Eder (Mitte mit Bart) und Revierleiter Clemens Beyer (rechts daneben) über den aktuellen Holzeinschlag am Roßberg informiert. Bürgermeister Claus Bittenbrünn (Zweiter von links) leitete die Zusammenkunft des Stadtrats. Fotos: Gerold Snater
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von unserem Mitarbeiter 
Gerold Snater

Königsberg — Einmal im Jahr verlassen die Räte und Ortssprecher von Königsberg ihre Stühle am Ratstisch im Rathaus und schauen sich im Stadtwald um.
Dieser Tage versammelten sich zu dieser Waldbegehung beinahe alle Mitglieder des Gremiums, um sich unter Führung von Revierleiter Clemens Beyer und Forstdirektor Franz Eder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schweinfurt sowie Bürgermeister Claus Bittenbrünn ein Bild vom Zustand des großen Stadtwalds zu machen. Von den Forstexperten wurden die Stadträte bei dieser Gelegenheit über geplante Projekte informiert.


Bezugspunkte

Bevor aber der Jahresbetriebsplan für 2016 vorgestellt wurde, zeigten Clemens Beyer und Franz Eder die an verschiedenen Stellen im Waldgebiet neu errichteten Schilder, die Rettungstreffpunkte kennzeichnen. Diese Rettungstreffpunkte sind dazu da, im Fall eines Waldunfalls - aber auch bei anderen Notfällen - schnell Hilfe herbeiholen zu können. 12 000 solche fixen Rettungspunkte werden in allen privaten, kommunalen und staatlichen Wäldern installiert.
Wenn das System landesweit steht, muss bei einem Notruf nur noch die Nummer des Treffpunkts genannt werden, und die Rettungskräfte können von dort aus rasch und sicher zum Unfallort gelotst werden.
Das System der Orientierungspunkte wird auch durch eine neu erstellte und kostenfrei herunterladbare App "Hilfe im Wald" für Smartphone ergänzt (zurzeit nicht für alle Betriebssysteme). Nähere Informationen zur "Rettungskette Forst" gibt's im Internet unter www.rettungskette-forst.bayern.de.
Im weiteren Verlauf des Waldbegangs wurde am "Karolinenbrünnchen" - benannt nach der Tochter eines Waldarbeiters, der diese Quelle fasste und seine Tochter Karolin mit Wasser aus dieser Quelle taufen ließ - der aktuelle Holzeinschlag in der Waldabteilung Roßberg besichtigt. Zudem wurden dem Ratsgremium die Instandsetzung des Feinerschließungssystems durch Verbreiterung der vorhandenen Maschinenwege sowie die Bewirtschaftung mit Eichenbäumen erläutert.


Wieder bei Submission dabei

Ein weiterer Punkt auf dem Rundgang war im Anschluss daran an einer anderen Stelle am Roßberg eine kurze Information über den Ablauf der Submission in Sailershausen, wo zum ersten Mal nach fünf Jahren auch Königsberg wieder einige Eichenstämme zum Verkauf anbieten wird.
Dass die Trockenheit und diverse Stürme in diesem Jahr dem Wald einige Schäden zugefügt haben, davon konnten sich die Waldbegeher in der Abteilung Kessel ein Bild machen. An dieser Stelle wurden sie über die notwendig gewordene Wiederaufforstung mit klimatoleranten Baumarten mit Hilfe der Waldbauförderung informiert.


Spuren hinterlassen

Den Abschluss des Rundgangs, bei dem die Teilnehmer viel Neues über den Wald, seinen Nutzen, aber auch die in ihm auftretenden Probleme erfuhren, bildete eine Besichtigung von 2013 neuangelegten Kulturen und der in diesem Jahr angelegten Kurzumtriebsplantage mit schnell wachsenden Pappelbäumen zur Gewinnung von Hackschnitzeln am "Sonnenbad" in Königsberg. Auch dort hat der heiße, trockene Sommer Spuren hinterlassen.


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