Panikmache ist nicht angezeigt

Im Internet ist die Ligeneinteilung des neuen Bezirks Mittelfranken-Nord aufgetaucht, doch die endgültige Zusammensetzung steht erst am Dienstag fest.
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Nach der Strukturreform treffen die Frauen der SpVgg Erlangen und des TSV Ebermannstadt, der kürzlich sechs Tischtennis-Profis zu Gast hatte (im Bild Österreichs Nummer 1 Stefan Fegerl), zumindest laut der vorläufigen Einteilung in der Bezirksoberliga aufeinander.  Foto: Daniel Ruppert
Nach der Strukturreform treffen die Frauen der SpVgg Erlangen und des TSV Ebermannstadt, der kürzlich sechs Tischtennis-Profis zu Gast hatte (im Bild Österreichs Nummer 1 Stefan Fegerl), zumindest laut der vorläufigen Einteilung in der Bezirksoberliga aufeinander. Foto: Daniel Ruppert
Daniel Ruppert

Durch- schnaufen in Adelsdorf und vielen anderen Tischtennis-Vereinen des neuen Bezirks Mittelfranken-Nord. Während die alten Kreis- und neuen Verbands-Funktionäre gerade erst damit angefangen haben, die Ligen für die kommende Saison gemäß der Strukturreform einzuteilen, ist deren Zusammensetzung bereits durchgesickert. "Wir wollten nicht, dass es online geht, aber es ließ sich mit unserem Programm nicht vermeiden", erklärt Christof Gügel, bisher Vorsitzender des TT-Kreises Forchheim.


Deadline Dienstag, 19. Juni

Der 28-Jährige und seine Kollegen nahmen lediglich eine ganz grobe Einordnung vor, schieben minütlich Vereine hin und her. Auf der Internetseite des Bayerischen Tischtennis-Verbands (BTTV) sind diese Änderungen in Echtzeit sichtbar. Erst am 19. Juni müssen Gügel sowie die bisherigen Vorsitzenden der Kreise Nürnberg (Peter Frühbeißer), Erlangen (Andreas Ruppert) und Hersbruck (Christoph Schmidt) eine endgültige Entscheidung getroffen haben. Letzterer will sich am Samstag beim Bezirkstag in Röthenbach zum Vorsitzenden des neuen Teilbezirks wählen lassen.


80 Kilometer für ein Spiel?

Wichtigstes Kriterium sei die Fahrtzeit der Teams. Laut der vorläufigen Einteilung müsste zum Beispiel der SC Adelsdorf II in der Bezirksklasse A Nord nach Betzenstein. Google-Maps empfiehlt als schnellste Route die 80 Kilometer über A 3 und A 9. Knapp eine Stunde wäre der bisherige Vertreter der 1. Kreisliga Erlangen unterwegs. Dass Betzenstein (Landkreis Bayreuth) und Heiligenstadt (Bamberg) überhaupt in Mittelfranken und nicht in Oberfranken spielt, ist laut Gügel eine Altlast: "Die haben damals beantragt, im Kreis Forchheim zu spielen und wurden jetzt quasi mitgenommen."
Neben den Entfernungen achten die Einteiler darauf, die Sollstärke von zehn Teams pro Liga zu erfüllen. Im Moment schwanken die Spielklassen zwischen fünf und 13 Vereinen. "Wir versuchen, mindestens acht und auf keinen Fall mehr als zwölf Mannschaften in eine Liga zu stecken", erläutert der Spieler des FC Burk die Komplexität der Aufgabe. Immerhin gibt es 35 Herren- und fünf Damen-Spielklassen. In den voraussichtlich zwölf Bezirksklassen D wird in Vierer-Teams gespielt, in allen Ligen darüber gibt es Sechser-Mannschaften.


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