Herzogenaurach

Pamela und Puma sind Partner

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller hat eine bekannte Influencerin eine Kollektion entwerfen lassen.
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Pamela Reif führte im Fitnessstudio von Puma ihre Kollektion im Einsatz vor. Foto: Yannick Hupfer
Pamela Reif führte im Fitnessstudio von Puma ihre Kollektion im Einsatz vor. Foto: Yannick Hupfer

Sehnsüchtig warteten ihre Fans vor dem PC, hielten sich wach, um eines der begehrten Teile zu ergattern. Noch bevor Influencerin Pamela Reif offiziell verkündete, dass ihre in Zusammenarbeit mit dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma entstandene Kollektion zu kaufen ist, war das erste Teil, eine Leggings, schon ausverkauft. Am 12. Oktober startete der Verkauf, einige Produkte waren mittlerweile vergriffen, sind nun aber wieder erhältlich. Pamela Reif ist eines der Gesichter der jungen Generation, ihre Hauptzielgruppe: 18- bis 24-Jährige. Auf ihrem Instagram-Kanal, auf dem sie Werbung postet, folgen ihr 4,3 Millionen Menschen, auf YouTube schauen viele weitere Millionen ihre Fitness-Videos.

2016 hat Reif Puma auf einem Event in Berlin kennengelernt - und war sofort begeistert. Die Kollektion damals habe ihr sehr gut gefallen: viel schwarz mit einigen Details. Ein Konzept, das sie auch bei ihrer eigenen Kollektion umgesetzt hat: "Ich bin immer schlichter unterwegs. Viel schwarz, immer schwarz." 24 Teile hat ihre Modelinie, sie ist exklusiv bei Zalando und Puma erhältlich. Es sei ein ständiger Austausch zwischen den drei Parteien gewesen, bis die Kollektion letztlich stand.

Für Reif ist es bereits die zweite Modelinie beim Herzogenauracher Sportartikelhersteller mit der Raubkatze im Logo. Wichtig war ihr dabei auch die Umwelt: "Ich versuche immer, nachhaltige Aspekte einfließen zu lassen." So sind die Kleidungsstücke nicht in Plastik, sondern mit einer Papierbanderole verpackt. Die Produkte werden in Portugal produziert. Auch wenn die Hauptzielgruppe für die Kollektion bei einem Alter bis 35 Jahre liegt, so verrät die 23-jährige bei einem Pressegespräch: "Meine Mutter trägt auch den Pulli."

Ihr Leben postet Pamela Reif stets auf Instagram: Wo sie hinreist, was sie isst. Das Geschäftsmodell: Sie geht Partnerschaften mit Firmen wie Puma ein, postet Bilder von den Produkten und erhält dafür Geld. Im Falle von Puma geht die Kooperation noch weiter bis hin zu ihrer eigenen Kollektion. Das hat Reif sich erarbeitet, seit sie 16 Jahre alt ist. Da fing sie an, auf Social Media aktiv zu werden. Doch wo Erfolg ist, bleibt Neid nicht weit entfernt - möchte man meinen. "Ich erfahre auf meinen Kanälen keinen Hate", sagt die Karlsruherin. Sie habe eine liebe Community, negative Kommentare bekommt sie meistens auf anderen Seiten, wenn sie Interviews gibt. Doch Reif sagt auch: "Es geht mir überhaupt nicht nah."

Kritik an Kollegen

Mit 4,3 Millionen Followern im Rücken hat Pamela Reif Einfluss, viel Einfluss. Postet sie einen Link zu einer Website, kann die kurzerhand schon einmal abstürzen. Als Influencerin sieht sie aber auch eine gesellschaftliche Aufgabe: "Wenn man den Einfluss nicht positiv und bedacht nutzt, würde man echt fahrlässig handeln." Viele ihrer Kollegen in den sozialen Netzwerken würden aber genau das tun. "Es gibt viele, die ihren Einfluss online nicht nutzen", kreidet sie ihren Kollegen an.

Die online bereits ausverkaufte Leggings ihrer Puma-Kollektion gab es übrigens noch im Herzogenauracher Outlet. Doch Pamela Reif hat das ihren Fans auf Instagram mitgeteilt und so dürfte auch in Herzogenaurach das begehrte Teil mittlerweile vergriffen sein. Einfluss eben.

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