Großenseebach
Gemeinderat

Pädagogische Neustrukturierung macht Umbau in der Kita nötig

Die jüngste Sitzung des Großenseebacher Gemeinderates war den derzeitigen Temperaturen angepasst und umfasste nur wenige Tagesordnungspunkte der öffentlichen Sitzung. In der gemeindlichen Kindertagess...
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Die jüngste Sitzung des Großenseebacher Gemeinderates war den derzeitigen Temperaturen angepasst und umfasste nur wenige Tagesordnungspunkte der öffentlichen Sitzung.

In der gemeindlichen Kindertagesstätte "Seebachwichtel" will die Leitung eine pädagogische Neustrukturierung der "Mäusegruppe" vornehmen und dazu müssen die Gruppenräume im Obergeschoss neu konzipiert werden. Wie Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW) erklärte, liegt die Maßnahme ausschließlich im Verantwortungsbereich der Kita-Leitung und wird von der Gemeinde selbstverständlich unterstützt. Die notwendigen Malerarbeiten werden die Mitarbeiter des Bauhofes ausführen und die Umsetzung der Schallschutz- und Klimamaßnahmen sollen im Rahmen der Generalsanierung der Jugendräume erfolgen. Eine sachliche Abstimmung sei bereits mit dem Architekturbüro Popp erfolgt.

Die Erneuerung des Mobiliars wird in Eigenverantwortung der Leitung durchgeführt. "Seitens der Gemeinde steht außer Frage, dass die räumliche und konzeptionelle Attraktivität der Kita unterstützt und begleitet wird", erklärte der Bürgermeister. Für die Bauzeit steht im Obergeschoss ein Ausweichraum zur Verfügung.

Halle bekommt neue Lautsprecher

Bereits im April stand ein Antrag von Ernst Eberlein mit Bezug auf die Veranstaltungsreihe "Großenseebacher Herbst" auf der Tagesordnung: die Beschallung der Mehrzweckhalle. Bei Veranstaltungen in der Halle seien von den Besuchern immer wieder die Lautsprecher bemängelt worden. Nach Auffassung des Gemeinderates sollen die Instandsetzungsmaßnahmen aus den Unterhaltsmitteln der Halle finanziert werden.

Ernst Eberlein nahm sich die Musikanlage vor, erarbeitete mit der Firma Pfeiffer einen Maßnahmenkatalog und kam dabei auf Kosten von rund 6000 Euro. Auch dem Gemeinderat war klar, dass die Anlage erneuerungsbedürftig ist. Nach Auffassung von Eberlein seien zudem die Lautsprecher falsch ausgerichtet und es ergäben sich Reflexionen mit der großen Fensterfront, was zur schlechten Tonqualität beitrage. Der Gemeinderat genehmigte ohne große Diskussion die notwendigen Haushaltsmittel.

Ein Ehepaar stellte mit "Blühende Landschaften in Großenseebach" einen Antrag an die Gemeinde, in dem ein acht bis zehn Meter breiter Blühstreifen entlang der Seebach gewünscht wurde. Nach Auffassung des Ehepaares soll der Streifen dann mit bienen- und insektenfreundlichen Saatgutmischungen angesät werden. Wie Bürgermeister Seeberger und Verwaltungsleiter Martin Hofmann erklärten, sind bereits Uferrandstreifen ausgewiesen und angelegt, die durch die Darstellungen im gemeindlichen Flächennutzungs- und Landschaftsplan begründet sind und nach den entsprechenden Vorgaben durch den gemeindlichen Bauhof unter ökologischen Gesichtspunkten unterhalten werden. Eine Änderung oder Umbau würde diesen Maßgaben widersprechen.

Wie der Bürgermeister mitteilte, habe der gemeindliche Aufruf zur Übernahme einer Patenschaft für öffentliche Grünflächen keinerlei Resonanz erfahren. Bei der Diskussion war herauszuhören, dass der Antrag an der Realität vorbeigehe und insbesondere das Aufbrechen des Uferlandstreifens den bisherigen Maßnahmen zuwiderlaufen würde und bei Hochwasser zum Ausspülen des Ufers führen könnte. Bürgermeister und Gemeinderäte seien aber nicht abgeneigt, andere gemeindliche Grundstücke für eine entsprechende Ansaat zur Verfügung zu stellen. Der Antrag wurde mit elf gegen drei Stimmen abgelehnt.

Bereits in der Sitzung am 16. Mai hatte der Gemeinderat einen Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Baugrenze für ein Carport behandelt und die Zustimmung nicht erteilt. Ausschlaggebend dafür war die beantragte straßenseitige Einfriedung des Carports. Der Bebauungsplan Nr. 1 trifft in Bezug auf die zulässige Höhe von Einfriedungen keine Festsetzungen. Dies bedeutet, dass die Bestimmungen der Bayerischen Bauordnung zur Anwendung kommen. Damit sind Einfriedungen bis zu einer Höhe von zwei Metern genehmigungsfrei. Nach Auffassung der Verwaltung bestehen zwischen der rechtmäßig errichteten Einfriedung und der beantragten straßenseitigen Verkleidung durchaus Parallelen, deshalb sollte die Entscheidung vom 16. Mai nochmals geprüft werden. Der Bauantrag führte dann zu einer intensiven und auch kontroversen Diskussion. Es wurde die Meinung vertreten, dass das Carport sicherheitstechnisch bedenklich ist und die Ausfahrt zu Problemen mit Fußgängern führen könne. Bei der Abstimmung gab es mit sieben zu sieben ein Patt und dem Bauantrag wurde erneut das gemeindliche Einvernehmen verweigert.

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