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Gräfenberg

Otto Müllers bleibende Spuren

Der Vorsitzende der Altstadtfreunde Gräfenberg erhält für seine vielfältigen Verdienste den goldenen Ehrenring der Stadt. Auch die beiden Feuerwehrkommandanten Thomas Müller und Reinhold Polster werden geehrt.
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Otto Müller hat den Ehrenring erhalten. Fotos: Petra Malbrich
Otto Müller hat den Ehrenring erhalten. Fotos: Petra Malbrich
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Das Eisenbahnjubiläum, das Rathauscafé am Andreasmarkt oder ein Büchlein über die Gräfenberger Schule mit dem temporären Ableger des Willstätter Gymnasiums in Gräfenberg sowie zahlreiche Sanierungen bedeutender Baudenkmäler in Gräfenberg: Hinter all dem steht Otto Müller.

"Otto Müller hat bleibende Spuren in der Stadt Gräfenberg hinterlassen", betonte Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) im Sitzungssaal des historischen Rathauses in Gräfenberg, wo er Otto Müller den goldenen Ehrenring der Stadt Gräfenberg und den beiden Feuerwehrkommandanten Thomas Müller und Reinhold Polster die goldene Bürgermedaille der Stadt verliehen hat.

Otto Müllers jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement trägt in unzähligen Projekten seine Handschrift. Das fing 1978 mit dem Stadtratsmandat (SPD) an. 24 Jahre bestimmte Otto Müller dann die Entwicklung der Stadt mit, davon 18 Jahre im Bauausschuss.

Erhalt von Baudenkmälern

"Er hat für den Erhalt der Baudenkmäler geworben und das Stadtbild, in dem Gräfenbergs Identität erkennbar ist, erhalten und wiederbelebt", dankte Nekolla. Die Renovierung des historischen Rathauses, das Bürgerhaus und die Neugestaltung des historischen Marktplatzes nannte Nekolla als Beispiele. Darüber hinaus hat sich Otto Müller immer für kulturelles Geschehen in der Stadt eingesetzt.

"2001 ist ein bedeutendes Datum für Gräfenberg. Otto Müller war ein Gründungsmitglied der Altstadtfreunde", freute sich der Gräfenberger Bürgermeister. Als Vorsitzender des Vereins von 2008 an gelang es Otto Müller, alle Kräfte des Vereins zu bündeln. Tafeln an den historischen Gebäuden wurden aufgestellt, die Stadtgrabensanierung zu Ende geführt, das Gesteiger Tor erworben und saniert. Zwei kleine Wohneinheiten sind nun dort und das Ritter-Wirnt-Stübchen. Nach der mutwilligen Zerstörung der Ritter-Wirnt-Statue am Marktplatz sorgten die Altstadtfreunde dafür, dass der Ritter Wirnt wieder an seinem Platz steht. "Sie haben Feste organisiert. Das jährliche Stadtgrabenfest ist weit bekannt", lobte Nekolla. Daneben organisierten die Altstadtfreunde federführend unter Otto Müller Weinfeste, Vernissagen und nehmen regelmäßig am Tag des offenen Denkmals teil.

Selbst als der Erker am historischen Rathaus dringend saniert werden musste, die Stadt aber kein Geld in den Kassen hatte, übernahmen die Altstadtfreunde. "Er bräuchte es schon wieder", fügte Nekolla scherzhaft an.

Das größte Projekt jedoch war die Sanierung des Hiltpoltsteiner Tors mit dem angrenzenden Mesnerhaus und dem Fußgängerdurchbruch. Alleine dort verbauten die Altstadtfreunde 650 000 Euro, mehr als eine Million insgesamt bei den Vorzeige-Sanierungen. Otto Müller war nicht nur Mediator und Initiator, sondern legte immer selbst Hand an und war hartnäckiger Antragsteller für Fördergelder.

Doch damit nicht genug. Geschätzt sind Otto Müllers Stadtführungen. "Er vermittelt tiefgründiges historisches Wissen und garniert das mit Anekdoten", lobte Nekolla.

Doch auch die beiden aktiven Feuerwehrkommandanten waren mit ihrem über 40 Jahre andauerndem Ehrenamt eine der tragenden Säulen der Stadt. Beide waren über 30 Jahre lang Kommandant ihrer Wehr - Reinhold Polster bei der Feuerwehr Thuisbrunn, Thomas Müller bei der Feuerwehr Gräfenberg. Alleine das sei eine außergewöhnliche Leistung, betonte Nekolla.

Reinhold Polster ist seit 1978 aktiv bei der Wehr dabei, absolvierte sämtliche Lehrgänge. Unter ihm wurden zum ersten Mal Atemschutzträger integriert und eine Jugendgruppe gegründet.

Schon als Kind der Feuerwehr nah

Thomas Müller hatte schon als Kind Bekanntschaft mit der Feuerwehr gemacht, war doch in dem Haus, in dem er aufgewachsen ist, die Feuerwehr untergebracht. Müllers Vater war zudem der Gerätewart der Wehr. Auch Thomas Müller hat sämtliche Ausbildungen absolviert, war Gruppenführer und Jugendwart. "Während seiner Amtszeit wurden viele Beschaffungen und Baumaßnahmen durchgeführt", erzählte Nekolla. Der Bau des Feuerwehrhauses am Gewerbepark, die Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans oder das Gründungsjubiläum zählte Nekolla auf.

Vor allem aber wird seit 2008 das "Discofieber" durchgeführt. Das ist eine Präventionsveranstaltung für Jugendliche und junge Erwachsene. Thomas Müller ist zudem Ausbilder der Truppenführerlehrgänge und Kreisausbilder für technische Hilfeleistung.

Goldene Bürgermedaille

"Sie sind Feuerwehrleute mit Leib und Seele", gratulierte Nekolla und überreichte beiden die goldene Bürgermedaille. Hochachtung sprachen auch Landrat Hermann Ulm (CSU) und Kreisbrandrat Oliver Flake aus, bevor die beiden jungen Erwachsenen Hannes Kühlcke aus Walkersbrunn als Sänger und Gitarrist Dominik Schuppenhauer aus Effeltrich mit Songs von Pink Floyd oder Limp Bizkit begeisterten und der Feierstunde die musikalische Umrahmung gaben.

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