Schondra
Marktgemeinderat

"Ortsabrundung Dorfstraße 11" sorgt für Diskussionen

Erneut beschäftigte die Einbeziehungssatzung "Ortsabrundung Dorfstraße 11" in Schönderling den Marktgemeinderat in Schondra. Nach Ansicht der Kreisstraßenverwaltung des Landratsamtes ist bei einer gew...
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Erneut beschäftigte die Einbeziehungssatzung "Ortsabrundung Dorfstraße 11" in Schönderling den Marktgemeinderat in Schondra. Nach Ansicht der Kreisstraßenverwaltung des Landratsamtes ist bei einer gewerblichen Nutzung des Grundstückes die Zufahrt nicht gewährleistet. Der Gemeinderat hob deshalb den ursprünglichen Satzungsbeschluss einstimmig auf.

In den neuen Satzungsbeschluss sollte aufgenommen werden: "Im Satzungsgebiet ist nur eine nicht störende gewerbliche Nutzung zulässig. Über die Zulässigkeit, insbesondere wegen der Zufahrtssituation, entscheidet das Landratsamt Bad Kissingen im Einzelfall." Mit 6:6 Stimmen fand dies keine Mehrheit. Von einer Planerin des Ingenieurbüros wurden alle Stellungnahmen zur Änderung des Flächennutzungsplanes vorgestellt. Während aus der Bürgerbeteiligung nichts kam, hielten Unterfrankens Regierung als Höhere Landesplanungsbehörde und der Regionale Planungsverband Main-Rhön ihre Bedenken bei der Ausweisung der Baugebiete "Heppengraben" und "An der Rösse" aufrecht. Sie verwiesen auf die Notwendigkeit, Potenziale der Innenentwicklung besser zu nutzen.

Keine Mehrheit

Diskutiert wurde vor der Abstimmung noch die Frage, ob der Flächennutzungsplan die Ortsabrundung "Dorfstraße 11" enthalten solle. Heiko Schuhmann (ABS) plädierte für einen Verbleib, da der Flächennutzungsplan ja nicht zur Durchführung aller Planungsinhaltes verpflichte, während Dritter Bürgermeister Jürgen Metz (FWG Singenrain) dies ablehnte, nachdem diese Planung gerade abgelehnt worden war. Obwohl Schuhmann darauf hinwies, dass eine Ablehnung des Billigungs- und Aufstellungsbeschlusses zur Änderung des Flächennutzungsplanes eine weitere Verzögerung bedeute, fand dieser mit 6:6 Stimmen keine Mehrheit.

Diskussionen gab es beim Antrag auf Baugenehmigung zur Änderung an einer bestehenden Lagerhalle durch den Einbau eines Sandlagers und die Errichtung von zwei Hochsilos. Die Firma Kühnlein Holding beantragt dazu die Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplanes: So überschreiten die Silos mit 12,50 Metern Höhe die zulässige Höhe von sechs Metern. Schuhmann wies darauf hin, dass das Bauvorhaben im Bereich des Gewerbegebietes und nicht im Industriegebiet liege und außerdem das Bauvorhaben schon abgeschlossen sei. Man wolle Unternehmern keine Schwierigkeiten machen, aber man könne auch nicht alles durchwinken. Mit 7:5 Stimmen wurde das gemeindliche Einvernehmen zu den Befreiungen schließlich doch erteilt.

Mit einer Gegenstimme wurde der Antrag genehmigt, nach dem in der Keltenstraße ein Wohnhaus mit Garage errichtet werden soll. Von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zu Dachneigung, Kniestockhöhe und Ziegelfarbe erteilte das Ratsgremium die Befreiung.

Zuschuss für Verein diskutiert

Der FSV Schönderling stellte einen Antrag für das Jahr 2017 über Investitions- und Erhaltungsmaßnahmen in Höhe von 1840 Euro. Während Rasenmäher und Tornetzbügel akzeptiert wurden, gab es zum "Vertikutieren" Diskussionen. Der Antrag von Bürgermeister Bernold Martin (CSU), dem Verein 250 Euro zu überweisen, fand keine Unterstützung, da er weit über den zehnprozentigen Zuschuss hinausging. Schließlich einigte man sich auf 150 Euro.

Nicht einverstanden war der Rat mit der Nachgenehmigung der Zusatzarbeiten und des Mehraufwandes bei den Arbeiten im Friedhof Schondra. Nachdem die Firma auf Anforderung des Bürgermeisters eine genauere Aufstellung vorgelegt hatte, wunderten sich die Räte darüber, dass sich an der geforderten Endsumme nichts geändert hatte. Stefan Kronewald (CSU) monierte die insgesamt mangelhafte Bauausführung und forderte eine Aufrechnung zum eingeforderten Mehraufwands. Sechs Arbeitsstunden, um ein Wasserbecken umzusetzen, fand er inakzeptabel. Dirk Schaab (FWG Schönderling) bemängelte, das keine Stundenzettel vorgelegt wurden und stellte den Antrag, einen Gutachter zu beauftragen, was keine Mehrheit fand. Auf Antrag von Jochen Henz (FWG Schönderling) einigte man sich auf eine Ortsbegehung mit einem Vertreter der ausführenden Firma.

Auf Anfrage von Jürgen Metz teilte Bürgermeister Martin mit, dass der Ausbau der Wasserversorgung im nächsten Jahr angegangen wird.

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