Poxdorf

Ort für Trauer und Abschied

Am Rohbau der neuen Aussegnungshalle in Poxdorf wurde gefeiert. Ein Einweihungstermin steht noch nicht fest.
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Bürgermeister Paul Steins (Mitte) applaudiert mit den Gästen den Zimmerleuten und Handwerkern für das gelungene Bauwerk. Foto: Karl Heinz Wirth
Bürgermeister Paul Steins (Mitte) applaudiert mit den Gästen den Zimmerleuten und Handwerkern für das gelungene Bauwerk. Foto: Karl Heinz Wirth

Endlich gibt es auf dem Poxdorfer Friedhof einen passenden Ort für Trauer und Abschied. Für die neue Aussegnungshalle wurde nun Richtfest gefeiert.

Lange haben die Poxdorfer Bürger auf eine moderne Aussegnungshalle auf dem Friedhof warten müssen. Jetzt ist ein gutes Ende des langen Weges zu einer besseren und zeitgemäßen Infrastruktur absehbar. Dabei habe der Entscheidungs- und Vorbereitungsprozesses wesentlich länger gedauert als die Planung und Realisierung, erklärte Bürgermeister Paul Steins beim Richtfest für das neue Gebäude, das vom Architekturbüro Roland Vogel aus Bamberg geplant worden ist.

Bewusst auf Ökologie geachtet

Bei den Baumaterialien wurde bewusst auf Ökologie geachtet und nachwachsender Rohstoff verwendet. So zeigt sich bei näherer Betrachtung eine einfache Konstruktion, die durch ihre warme Holzoberfläche große Behaglichkeit ausstrahlt.

Eine gewisse Fantasie braucht der bodenständige Betrachter zwar, doch die außergewöhnliche wie ansprechende Konzeption, die der Planer dem Bauwerk gegeben hat, wird schnell deutlich: Sie vereine die wichtigen Funktionen für Aufbahrung der Verstorbenen und Trauerfeiern mit den Angehörigen auf sehr gute Weise, wie Bürgermeister Steins in seinem Rückblick auf die Entstehung deutlich machte.

Bereits 2008 hatte der damalige Gemeinderat den Beschluss für den Neubau einer Aussegnungshalle gefasst. Den Antrag aus der Bürgerversammlung im November 2016 nahm der Gemeinderat zum Anlass, bei der Dezember-Sitzung 2016 die Neugestaltung des Friedhofes sowie der Aussegnungshalle zu beschließen.

"Nun ist es soweit", sagte Bürgermeister Steins und betrachtete mit den Gästen den Rohbau, ehe der Zimmerermeister den Richtspruch auf dem Gebälk des Daches verlas und mit dem obligatorischen Glaswurf besiegelte.

"Leben und Tod gehören zusammen", hatte Paul Steins zuvor in seiner Ansprache betont. Umso mehr brauchten Trauer und der Abschied von Verstorbenen nicht nur Zeit, sondern auch einen adäquaten Ort. "Diesen werden wir nun bald haben", betonte Steins.

Steigende Kosten

Zu den Kosten sage er aus gutem Grund ganz bewusst nichts, wie er anschließend betonte. Die Aussegnungshalle war zwar zunächst mit rund 500 000 Euro kalkuliert worden. Doch aufgrund des aktuellen Baubooms und der schwierigen Ausschreibungssituation werden sich die Gesamtkosten des Projekts wohl noch nach oben summieren. Genauere Zahlen kann die Gemeinde derzeit noch nicht nennen.

Die Fertigstellung der Freianlagen, geplant von der Landschaftsarchitektin Elke Döhler aus Bamberg, ist für April 2020 vorgesehen. Die Sanierung und Abschlussarbeiten für den Friedhof sind für Mai 2020 geplant. Ein Termin für die offizielle Einweihung der Aussegnungshalle steht noch nicht fest.

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