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Gößweinstein
gößweinstein.inFranken.de  Das Wallfahrtsleiter-Treffen in Gößweinstein war mit über 100 Teilnehmern gut besucht.

"Organisation einer Wallfahrt kostet Kraft"

Mehr als 100 Wallfahrtsleiter begrüßte Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis Stania zum Treffen im Saal des Pfarr- und Wallfahrtszentrums. "Die Organisation einer Wallfahrt kostet viel Kraft, daher danke...
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Diese Wallfahrtsleiter stellten sich zum Gruppenbild vor dem Altar der Basilika Gößweinstein. Foto: T. Weichert.
Diese Wallfahrtsleiter stellten sich zum Gruppenbild vor dem Altar der Basilika Gößweinstein. Foto: T. Weichert.

Mehr als 100 Wallfahrtsleiter begrüßte Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis Stania zum Treffen im Saal des Pfarr- und Wallfahrtszentrums. "Die Organisation einer Wallfahrt kostet viel Kraft, daher danke ich Ihnen besonders, dass Sie diese Mühen auf sich nehmen," betonte Pater Witalis und stellte sich als neuer Wallfahrtsseelsorger in Gößweinstein vor.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Kathrin Heckel sprach Veränderungen an. Diese beträfen nicht nur die Besetzung der Pfarrstelle mit Pater Ludwig Mazur und dem neuen Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis Stania, sondern auch den neuen Seelsorgebereich. Erfreut zeigte sie sich darüber, dass die Klosterkirche jetzt geöffnet sei. Als Wermutstropfen erachtete sie es, dass die Innensanierung noch ausstehe.

Dem Wallfahrtsleiter-Treffen vorausgegangen war ein Gottesdienst in der Basilika. Der Gottesdienst stand unter dem Thema "Mit Gott auf dem Weg sein". Dies war auch Inhalt der Meditation, der Lesung und der Fürbitten, die von Johanna Thiem vorgetragen wurden.

Dritter Bürgermeister Manfred Eckert (CSU) bezeichnete die Wallfahrtsleiter als die "Elite der Wallfahrer". Auch er berichtete von einigen Veränderungen. Seit dem 1. Februar sei das Pfarrhaus durch einen Erbpachtvertrag im Besitz des Marktes Gößweinstein und solle zum Rathaus umgebaut und saniert werden. Allerdings müsse hierfür vorab noch ein Architektenwettbewerb erfolgen. Positiv für die Nutzer der Basilika werde auch die Sanierung der Toilettenanlage sein. Die künftige Beheizung des Pfarrhauses und der kirchlichen Gebäude solle durch eine Nahwärmeversorgung mit einem Hackschnitzelheizwerk erfolgen. Weiter verwies Eckert auf die Ausweitung des Prädikats "Luftkurort" auf den gesamten Gemeindebereich sowie die angestrebte Verbesserung der Parksituation am Friedhofsparkplatz.

"Wir möchten die äußeren Voraussetzungen dafür schaffen, dass alle Wallfahrer hier in Gößweinstein das Glaubenserlebnis finden, das sie suchen", formulierte Kirchenpfleger Georg Lang die Aufgabe der Kirchenverwaltung. Durch die Initiative von Pfarrer Mazur sei die Klosterkirche zumindest wieder nutzbar gemacht worden. Damit sei dem Wunsch aus dem letzten Treffen entsprochen worden.

Innensanierung für 200 000 Euro

Die notwendige Innensanierung koste voraussichtlich circa 200 000 Euro. Hiervon müsse die Kirchenstiftung rund 50 000 Euro aufbringen. Lang mahnte zur Eile, da die Baukosten deutlich schneller stiegen als die Einnahmen. Daher sollte das erzbischöfliche Ordinariat in Bamberg überzeugt werden, die Mittel hierfür freizugeben. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Sanierung des Pfarrhauses aufgrund der noch erforderlichen Planungsarbeiten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht vor 2022 erfolgen werde. Bis dahin möchte Lang auch noch kleinere Maßnahmen wie die Sanierung der Vasen auf der Balustrade und der Säulen am Eingangsbereich der Basilika erledigt wissen. Nicht vergessen werden dürfe auch die Sanierung des Basilikavorplatzes und der Stützmauer an der Victor-von-Scheffel-Straße, auch wenn dies nicht zeitnah möglich sein werde. Pfarrsekretär Peter Sebald bat darum, dass die Anmeldungen für 2021 bereits bis November 2020 erfolgen. Die Gottesdienste könnten dann weitgehend den Wünschen angepasst werden. Gerne könnten die Wallfahrtsgottesdienste auch von den eigenen Priestern zelebriert werden und die eigenen Ministranten zum Einsatz kommen. tw