Kronach

Orchestermusik auf hohem Niveau

Das Jugendorchester Kronach und die aus ihm entstandenen Kronacher Musikanten beeindruckten bei ihrem Jahreskonzert in der Stadtpfarrkirche Kronach.
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Das Jugendorchester spielte sich mit einem abwechslungsreichen anspruchsvollen Repertoire in die Herzen der Zuhörer. Im Orchester wirkten vier Debütantinnen, die ihren ersten großen Auftritt vor großem Publikum hatten, mit.  Fotos: K.- H. Hofmann
Das Jugendorchester spielte sich mit einem abwechslungsreichen anspruchsvollen Repertoire in die Herzen der Zuhörer. Im Orchester wirkten vier Debütantinnen, die ihren ersten großen Auftritt vor großem Publikum hatten, mit. Fotos: K.- H. Hofmann
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Karl-Heinz Hofmann Das Jugendorchester Kronach beeindruckte die Zuhörer mit einem herzerfrischenden Jahreskonzert. Mit Musik auf hohem Niveau erfreuten die über 60 Aktiven der beiden Klangkörper "Kronacher Musikanten" und "Jugendorchester Kronach", die beide aus dem Verein "Jugendorchester" hervorgegangen sind.

Vorsitzender Günter Soja freute sich, im besonderen Ambiente der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer auch Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann sowie Bezirksvorsitzenden Thomas Kolb und Kreisvorsitzenden Wolfgang Müller vom Nordbayerischen Musikbund begrüßen zu können.

Den Auftakt machten die "Kronacher Musikanten", sozusagen die Senioren des Jugendorchesters, unter Leitung von Ehrenmitglied Harald Scherbel mit dem Marsch "Er weicht der Sonne nicht". Der deutsche Komponist Hermann Ludwig Blankenburg, der den Marsch komponiert hat, gilt aufgrund seiner zahlreichen Kompositionen als der deutsche Marschkönig. Mit dem Walzer-Medley "Evergreens aus Frankreich" entführten die Kronacher Musikanten ihre Zuhörer in die französische Hauptstadt Paris und ließen der Fantasie freien Lauf.

Es folgten das zu Herzen gehende Lied "Halleluja" von Leonard Cohen, arrangiert von Frank Bernaerts, die verlockende Melodie "Eine Reise ins Glück" von Percy Wenrich und ein Medley der bekanntesten Hits der "Les Humphrie Singers". Die Zuhörer klatschten eifrig mit und forderten mit stehenden Ovationen schon eine Zugabe vor der Pause.

Die Kronacher Musikanten erfüllten den Wunsch und verabschiedeten sich mit dem Latin-Klassiker "Brazil" von Ary Barroso.

Das Aushängeschild

Nach der Pause folgte das Aushängeschild des Vereins, das Jugendorchester Kronach unter der Leitung von Stefan Krauß. Etwa die Hälfte der 40 Musiker ist unter 18 Jahre alt. Die intensive Probenarbeit hatte sich gelohnt. Der Klangkörper präsentierte sich auf hohem Niveau und wagte sich an ein vielfältiges, facettenreiches Repertoire.

Mit gleich vier Debütantinnen spielte sich das Orchester in die Herzen der Zuhörer. Maria Burger (elf Jahre, Klarinette), Ann-Kathrin Zwingmann (zwölf Jahre, Trompete), Johanna Zipfel (13 Jahre, Tenorhorn) und Johanna Dietrich (elf Jahre, Querflöte) fügten sich harmonisch in das 40-köpfige Orchester ein und führten zudem durch das gefällige und anspruchsvolle Programm.

Den Auftakt im zweiten Konzertblock, der ausschließlich vom Jugendorchester gestaltet wurde, machte "Choral Music" von Jacob de Haan. Obwohl der Titel es nicht vermuten lässt, ist das Stück alles andere als eine traditionelle Choralbearbeitung. Das kontrastreiche Werk begann mit einer schnellen und dramatischen Einleitung und endete in einem wirbelnden Schlusssatz.

Die Dixie-Besetzung mit dem "Big Beat Dixieland Concerto" in einem Arrangement von James D. Ployhar war eine hübsche Variante und Bereicherung des Jahreskonzerts, die Klänge entführten nach New Orleans. Weiter ging es mit einer Jazz- Variante, "The Pink Panther" von Henry Mancini. Zum Finale standen die Posaunensolisten Vincent Andrä, Luca Hohmann-Wilkinson, Sebastian Krügel und Jonas Ludwig im Blickpunkt bei der Intonation des Stücks "Slidin' Saints" nach einem Arrangement von Christensen Mc Dunn.

Auch das Jugendorchester erhielt tosenden Beifall und dankte mit zwei Marsch-Zugaben: "Einzug der Gladiatoren" und "Military Escort".

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