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Weißenohe

Optimismus regiert in Weißenohe

Corona macht dem Gremium keine Sorgen. Rudolf Braun bleibt optimistisch und freut sich auch über sein verjüngtes Gremium. Zweiter Bürgermeister ist mit Marc Andre Schuhmann ein neu gewähltes Mitglied.
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In Weißenohe wird Abstand gehalten. Vor Corona hat das Gremium aber keine Angst.  Foto: privat
In Weißenohe wird Abstand gehalten. Vor Corona hat das Gremium aber keine Angst. Foto: privat

Rudolf Braun (WGA) ist mit großer Mehrheit erneut zum Bürgermeister von Weißenohe gewählt worden. In der konstituierenden Sitzung dankte er den Wählern dafür. Diese Wiederwahl betrachtet er nicht nur als bestätigtes Vertrauen, sondern erkennt darin noch mehr Auftrag und Verantwortung, das Amt in bewährter Weise mit Respekt und Demut zum Wohle der Dorfgemeinschaft auszuüben.

Neue Mitglieder vereidigt

Sein Dank galt aber auch den neuen Gemeinderäten, die mit diesem Ehrenamt aktiv die Kommunalpolitik mitgestalten werden. Zugleich wird mit den neuen Räten das Gremium deutlich verjüngt. Die fünf neuen Gemeinderäte - Doris Bauer, Heike Freitag, Jill Pförtner, Martin Pelikan und Marc Andre Schuhmann - durfte Bürgermeister Braun dann feierlich vereidigen.

"Heutzutage ein Ehrenamt anzunehmen ist ja immer mehr auch gleichzeitig eine Entscheidung auf Verzicht von Freizeit in nicht abzuschätzender Quantität. Und dies gilt natürlich auch für alle Wiedergewählten", sagte Bürgermeister Braun.

Eine wichtige Aufgabe sei es nun, die Neuen in die Aufgaben eines Gemeinderates einzuarbeiten. Dankbar war Braun deshalb, den siebten genehmigungsfreien Haushalt ohne Neuverschuldung noch vor Corona verabschiedet zu haben. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt rund 400 000 Euro, was eine pro Kopf-Verschuldung von 340 Euro ausmache. Über 1 000 000 Rücklagen verfüge die Gemeinde. Das zeige, dass sich die Gemeinde nicht nur finanziell, sondern auch in der Außendarstellung prächtig entwickelt habe, meinte Braun und hob dies als Gemeinschaftsleistung hervor.

Die angefangenen Projekte, die teils in der neuen Legislaturperiode fertiggestellt werden, zählte Braun auf. Neben dem Baugebiet Werbergarten und der Planung des Nahwärmenetzes, stehe die Dorferneuerung in Dorfhaus an. Zugleich war es eine Bitte an das neue Gremium, auch künftig vertrauensvoll und respektvoll miteinander umzugehen und Diskussionen auf sachlicher Basis zu führen. Nur so sei man bei wichtigen Entscheidungen zu einem meist einstimmigen Ergebnis gekommen.

Anschließend ging Rudolf Braun auf die Corona Krise ein, allem voran, wie diese wirtschaftlich eingeschätzt wird. "Die Frage ist nicht, was die Zukunft bringen wird, sondern die Frage muss sein, was machen wir aus der Zukunft? Schließen will ich mit einem Satz, den man Helmut Schmidt zuschreibt: "In der Krise beweist sich der Charakter", betonte Braun, bevor es an die Wahl seiner Stellvertreter ging.

Führungsqualitäten gezeigt

Norbert Sulzbacher, Fraktionssprecher der WGA schlug Marc Andre Schuhmann als zweiten Bürgermeister vor. Diesen Vorschlag unterstrich auch Raimund Schwarz. Marc Andre Schuhmann sei lange Jahre aktiv im Vereinsleben, kenne die Weißenoher und Dorfhauser Bürger und habe Führungsqualitäten wie sein Beruf als Betriebsleiter bei Endreß zeige.

Ein Gegenkandidat wurde nicht vorgeschlagen. Einstimmig wurde dann Marc Andre Schuhmann zum zweiten Bürgermeister gewählt. Für das Amt des dritten Bürgermeisters wurde Doris Bauer und der bereits in diesem Amt tätige Thomas Windisch vorgeschlagen. Da dieser sich in dem Amt bewährt habe und die Dorferneuerung in Dorfhaus anstehe, sei es sinnvoll, ihn im Bürgermeisteramt Aufgaben der Dorferneuerung zu übertragen. Diese Wahl ging knapp aus, doch mit einer Stimme Mehrheit wurde Thomas Windisch als dritter Bürgermeister gewählt.