Stadtsteinach
leserbrief

Olympischer Gedanke ein Auslaufmodell

Zum Artikel "Schulnoten machen krank" (BR vom 17. Oktober) wird uns geschrieben: Die Aussagen des Leiters des Staatlichen Schulamtes, Herrn Hack, "der Olymp...
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Zum Artikel "Schulnoten machen krank" (BR vom 17. Oktober) wird uns geschrieben:

Die Aussagen des Leiters des Staatlichen Schulamtes, Herrn Hack, "der Olympische Gedanke reicht nicht" und "in jedem Sportverein zählt es, zu gewinnen", was sinngemäß heißt "nur der Sieger zählt", führen ja genau dazu, dass die von dem Kinderarzt Gerald Hofner beobachtete gefährliche Zunahme von psychischen und körperlichen Erkrankungen bei unseren Schulkindern auftreten. Durch diese Haltung erzeugt man zwar einen glücklichen Sieger, aber auch eine große Anzahl frustrierter Verlierer. Und diese "Verlierer" werden dann zusätzlich noch von "schulsystem-verstörten" Eltern, die meinen, dass ein Kind nur was wert ist, wenn es Abitur hat, unter Druck gesetzt.
Ganz ausgeblendet wird hierbei, dass es sich um keine Leistungssportler, sondern um unsere Kinder handelt, die für Aufgaben begeistert und nicht gedrillt werden sollten. Es erschüttert mich schon, dass die für die Ausbildung und Entwicklung unserer Kinder Verantwortlichen, die Kinder immer noch als Fässer betrachten, die zum Teil mit unsinnigen Informationen gefüllt werden müssen, statt sie als aufkeimendes Feuer zu sehen, das entfacht werden muss.
Nicht frustrierte und kranke Kinder werden unsere Gesellschaft voranbringen und unsere wirtschaftliche Stärke sichern und ausbauen, sondern begeisterte, kreative und teamorientierte Kinder. Der Olympische Gedanke ist kein Auslaufmodell, denn nicht jedes Kind kann ein Olympia-Sieger sein.
Knud Espig
Stadtsteinach

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