Pretzfeld

Ohne Parkplatz kein Segen

Die Stellplätze vor der Wannbacher Kirche reichen nicht. Zudem sind es weniger als der Kirchengemeinde vom Markt zugesagt worden waren. Jetzt wird Abhilfe gesucht.
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Die Kirche in Wannbach hat so einige Stellplätze zu wenig für die Besucher des Gottesdiensts. Foto: Carmen Schwind
Die Kirche in Wannbach hat so einige Stellplätze zu wenig für die Besucher des Gottesdiensts. Foto: Carmen Schwind

Für Diskussion sorgte in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats Pretzfeld der Antrag der evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinde Hetzelsdorf, die den Parkplatz gegenüber der Johanniskirche in Wannbach erweitern möchte. Außerdem sollen hier zwei Ladesäulen für Elektroautos errichtet werden.

In seinem Antrag begründete Pfarrer Matthias Haag, dass immer wieder viele Menschen mit privaten Autos zur Kirche und zum Gemeindehaus in Wannbach kommen. Besonders bei Festgottesdiensten, Konzerten, privaten Feiern oder Beerdigungen seien die Parkplätze nicht ausreichend. "Es kommt zu Parkunfällen, Besucher parken auf den privaten Wiesen unterhalb der Kirche und verkehrswidrig und gefährlich auf der Straße und an den Bushaltestellen", schrieb der Pfarrer an Bürgermeisterin Rose Stark und den Marktgemeinderat.

Der vorhandene Parkplatz mit zwölf Stellplätzen könne nur von acht Autos genutzt werden, da diese sehr eng und nicht gekennzeichnet sind. "Aus unserer Sicht wäre eine Erhöhung der Kapazität auf mindestens 20 Stellplätze dringend erforderlich", schrieb Haag und schlug vor, dass zudem zwei Ladestationen für Elektro-Autos errichtet werden sollten.

Dritter Bürgermeister Gerhard Kraft (FW) informierte das Gremium, dass es einen Vertrag gebe, in dem der Kirchengemeinde 16 Stellplätze zugesagt worden waren. Auch er ist der Ansicht, dass die vorhandenen Plätze für heutige Autos zu schmal sind. Rose Stark gab an, dass der Markt den Vereinbarungen nachgegangen sei und sie mit ihrem Smart als drittes Auto auf dem Platz geparkt habe. Gerhard Mühlhäußer (CSU/BB) meinte: "Mir ist das zu billig." Er wollte wissen, ob die Verwaltung mit der Kirchengemeinde gesprochen habe. Zweiter Bürgermeister Walther Metzner (WPA) wies darauf hin, dass etwa 120 Meter weiter weg ein geteerter Platz ist, den man nutzen könnte.

Kommunikation

Mühlhäußer fragte noch einmal, ob die Bürgermeisterin mit dem Pfarrer gesprochen habe, denn so könne das Gremium keine Entscheidung treffen. "Das war ein Antrag an den Marktgemeinderat, und den bringen wir so ein, wie er eingeht", antwortete Rose Stark und wies darauf hin, dass es gerade in Wannbach die meisten Parkplätze gibt.

Hans-Jürgen Müller (SPD/Ökologen) warf ein, dass ihm ebenfalls Infos fehlen. "Man könnte ja auch den Spielplatz wegmachen", schlug Geschäftsleiter Andreas Pfister vor. "Das kann eine Lösung sein, aber es fehlen mir Fakten", antwortete Müller. Metzner überlegte, ob es reichen würde, die Hecke zu stutzen. Und Mühlhäußer meinte, dass die Sache wahrscheinlich in fünf Minuten geklärt worden wäre, hätte man miteinander gesprochen. Das Thema wurde vertagt.

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