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Königsberg in Bayern
Jahresbilanz

Ohne bürgerschaftliches Engagement geht es in einer Stadt nicht weiter

Das neue Jahr wurde in einem ökumenischen Gottesdienst in der Marienkirche von den Geistlichen Pfarrer Peter Hohlweg, Pastoralreferentin Claudia Nowak, Pfarrerin Claudia Winterstein und Pfarrer Dieter...
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Auf das Erreichte und auf die Planungen und Vorhaben für 2020 ging Bürgermeister Claus Bittenbrünn in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Stadt auf dem Marktplatz ein. Foto: Gerold Snater
Auf das Erreichte und auf die Planungen und Vorhaben für 2020 ging Bürgermeister Claus Bittenbrünn in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Stadt auf dem Marktplatz ein. Foto: Gerold Snater

Das neue Jahr wurde in einem ökumenischen Gottesdienst in der Marienkirche von den Geistlichen Pfarrer Peter Hohlweg, Pastoralreferentin Claudia Nowak, Pfarrerin Claudia Winterstein und Pfarrer Dieter Grimm begrüßt. Dieter Grimm ging auf die Begegnung von Moses mit Gott ein. "Gott freut sich auch heute immer, wenn wir zu ihm kommen!" Zusammen sangen die Gläubigen mit ihm das Lied "Gott, lass uns deine Herrlichkeit sehen!", wobei er mit der Gitarre begleitete.

Moment des Innehaltens

Bürgermeister Claus Bittenbrünn wandte sich beim Sektempfang auf dem Marktplatz an die Menschen aus Königsberg und dem gesamten Stadtbereich von Königsberg: "Ein Jahreswechsel ist kein Wendepunkt, aber er gewährt uns immer, im Gegensatz zum sonst meist hektischen Alltagsbetrieb, einen Moment des Innehaltens." Bittenbrünn sprach die Wälder an, die Notwendigkeit einer Zukunftsplanung für erneuerbare Energien, für Klima- und Naturschutz: "Wir müssen alle, gerade in der Klimapolitik und in unserem Konsumalltag, umdenken, um die Zukunft zu gestalten. Aber wir dürfen dabei auch nicht alles schlecht reden lassen und aus jedem Problem gleich einen Notstand oder Skandal machen."

Der Weg, den die Stadt 2014 eingeschlug, sei, so Bittenbrünn, der richtige. Die vergangenen Jahre hätten bewiesen, dass eine vernünftig wirtschaftende Verwaltung und engagierte Bürger zusammen viel erreichen können. Als gelungen sprach das Stadtoberhaupt die Dorferneuerung in Kottenbrunn an, die nach 40 Jahren abgeschlossen ist, in Junkersdorf die Kanalisierung, in Altershausen die neue Kläranlage, in Römershofen die Generalsanierung des Friedhofes. Das Betriebsgebäude am Sportgelände in Königsberg wurde energetisch saniert. Im Baugebiet "Obere Mühle" konnten alle Bauplätze, bis auf einen, in kürzester Zeit verkauft werden.

Wohnmobilstellplatz errichtet

Gut laufen die Schulsanierung, die Erneuerung der Straße am und zum Wertstoffhof (mit Umbau des Wertstoffhofs), die Schaffung von Wohnmobilstellplätzen mit Versorgungssäulen, die Dorferneuerungsmaßnahmen in Holzhausen mit neuem Dorfplatz und späterer Renovierung des alten Rathauses. Stolz zeigte sich das Stadtoberhaupt darüber, dass es gelang, die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt zu halbieren und den Haushalt zu stabilisieren. Aber: "Wir haben immer noch einen riesigen Sanierungsstau, wenn es um die Wasserversorgung, Kanal, Straßenerneuerung, die Sanierung und Erhaltung von Gebäuden und weitere Dorferneuerungsmaßnahmen geht." Als sehr positiv wertete er das Richtfest für das neue Seniorenwohnheim im Herbst (bis Mai 2020 fertig) und den Top-Zustand des Hallenbades in Königsberg - dank der Industriellenfamilie Kirchner. Sehr enttäuscht zeigte sich Bittenbrünn über die Schließung der Jugendherberge, die, trotz intensivster Bemühungen, nicht zurück genommen wurde. Ergänzend meinte Bittenbrünn: "Jede Kommune lebt von der Mitwirkung ihrer Bürgerschaft. Eine Stadt ist kein anonymes Gebilde, in dem einige Wenige für alles verantwortlich sind. Königsberg und alle Stadtteile, das sind vielmehr wir alle, jede und jeder Einzelne von uns. Und deshalb kommt es auch auf den Einzelnen an. Die Qualität unserer Gemeinschaft hängt ganz entscheidend vom bürgerschaftlichen Engagement unserer Bürger ab."

Wichtige Termine in Königsberg

Ganz zum Schluss gab Bittenbrünn Termine bekannt: Der Stadtteil Altershausen feiert am 20. und 21. Juni sein 900. Jubiläum Der Anschluss Königsberg an Bayern vor 100 Jahren wird mit der festlichen Einweihung der neuen Orgel in der Marienkirche am 5. Juli begangen. Vom 27. bis 30. August läuft ein Burgfestival mit fünf Theateraufführungen im Wallgraben auf dem Schlossberg.

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