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Herzogenaurach
Rückblick

Ohne Blütenträume keine Bienen: Imker beenden das Jahr

Für die Imker ist das Bienenjahr 2017 beendet. Zurückblickend erklärt der Herzogenauracher Imker Klaus Becker, dass die Bienen "fleißig waren und wieder für...
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Die Wiese neben der Firma Adidas steht auch im September noch in voller Blüte.  Foto: Richard Sänger
Die Wiese neben der Firma Adidas steht auch im September noch in voller Blüte. Foto: Richard Sänger
Für die Imker ist das Bienenjahr 2017 beendet. Zurückblickend erklärt der Herzogenauracher Imker Klaus Becker, dass die Bienen "fleißig waren und wieder für die notwendige Bestäubung sorgten." Im Zeidlerhaus neben dem Olympiaring auf der Herzo Base konnte aus den Bienenvölkern der Imker auch ein bisschen Frühjahrshonig auf Probe geerntet werden. Das übernahmen Udo Wendel und seine Helfer. Ein Teil davon wurde der Herzogenauracher Tafel gespendet.
Die Bienenvölker im Zeidlerhaus wurden inzwischen für den Winter eingefüttert und die Imker warten vor weiteren Arbeiten an den Bienenvölkern auf den ersten richtigen Frost. Bei den passenden Temperaturen, und wenn die Bienenvölker brutfei sind, wird die Winterbehandlung gegen die Varroamilbe durchgeführt.
Der Beamte Konrad alias Klaus Becker bedankte sich am Samstag mit einer kleinen Feier am Zeidlerhaus und teilte die Bienenvölker an die Probeimker auf, die noch kein eigenes Bienenvolk haben. Becker zeigte den Imkern auch das Feld mit den Blütenträumen, wobei die Träume inzwischen mit einer großen Blütenmenge Wirklichkeit wurden.


Flattern und Summen

Bei Sonnenschein und passenden Temperaturen ist ein Flattern, Summen und Brummen von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen, Libellen im Feld dieser Blütenträume zu bewundern. Denn trotz der derzeitigen Wetterlage blüht die Wiese noch voller Pracht. Becker und seine Imker würden sich noch viel mehr solcher Blütenträume wünschen.
Bei den Blühwiesen geht es letztendlich darum, eine lebenswerte und gleichwohl wertvolle Kulturlandschaft zu erhalten, die sich aber weitgehend selbst überlassen bleibt. Sprich: Der Mensch greift möglichst wenig ein, das Ökosystem regelt sich selbst. Ausgedehnter Ackerbau mit wenig und kurzer Blütezeit und Monokulturen haben dazu geführt, dass der natürliche Leben- und Rückzugsraum für Bienen, andere Insekten und Wildtiere kleiner geworden ist - und es auch immer noch wird. Der Einsatz von Pestiziden und genveränderten Pflanzen tut sein Übriges. "Deshalb ist es nötig, wieder solche Rückzugsorte und Futterquellen für die Tiere zu schaffen", erklärt Becker mit Nachdruck.


Positive Beispiele

Denn vor allem die Bienen sind wichtig für das Ökosystem und die Artenvielfalt. Denn sie liefern nicht nur den Honig für die Frühstückssemmel, sondern sie bestäuben auch die Blüten. Deshalb zählen sie weltweit zu den wichtigsten Nutztieren.
An einigen Stellen im Landkreis, wie auf dem Golfplatz bei Burgstall, in Eckental und in Höchstadt sowie in Mühlhausen wurden solche Blütenträume verwirklicht. Auch in Erlangen-Bruck sind die Blütenträume der Imker als Scheiben rund um die Bäume der Streuobstwiese aufgegangen. Sie locken dort in bunten Farben die Insekten an, um Nektar zu naschen und auch Pollen einzusammeln oder auch Platz für eine Eiablage zu bieten, damit sich die Menschen auch im Jahr 2018 über Schmetterlinge, Libellen und die Imker über Bienen freuen können.