Weisendorf
Musik

Ökumenischer Projektchor bringt ein Rock-Oratorium auf die Bühne

Die ersten Planungen liegen bereits über eineinhalb Jahre zurück, aber jetzt nimmt das Projekt "Rock-Oratorium" der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef Wei...
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In der Weisendorfer Mehrzweckhalle wurde geprobt und die technischen Abläufe wurden getestet. Foto: privat
In der Weisendorfer Mehrzweckhalle wurde geprobt und die technischen Abläufe wurden getestet. Foto: privat
Die ersten Planungen liegen bereits über eineinhalb Jahre zurück, aber jetzt nimmt das Projekt "Rock-Oratorium" der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef Weisendorf immer konkreter Gestalt an. Seit vergangenem Sommer üben der rund fünfzigköpfige ökumenische Projektchor unter der Leitung des Kirchenmusikers Claus Keller und die Band fleißig für die Aufführung des Rock-Oratoriums "Eversmiling Liberty". Das teilt Ute-Christine Geiler vom Projektteam mit.
Das Stück aus der Feder von Jens Johansen und Erling Kullberg basiert auf dem Stoff des von Georg Friedrich Händel vor dreihundert Jahren geschriebenen Oratoriums "Judas Makkabäus". Darin geht es um das Volk Israel, das um das Jahr 170 vor Christus unter grausamer syrisch-griechischer Fremdherrschaft leidet. Die Menschen werden unterdrückt und sind verzweifelt, sie wünschen sich nichts sehnlicher als Freiheit. Nicht zuletzt wollen sie auch wieder ihren Gott Jahwe verehren dürfen. Die Besatzer verhindern dies mit brutaler Gewalt - aber Israel ist doch Gottes auserwähltes Volk!
Israel bestimmt Judas Makkabäus, den "Hammermann", zum Anführer, der die Freiheit zurückgewinnen soll. Leicht ist das nicht, denn die Feinde sind stark. Dennoch - mit Gottes Hilfe ist Judas am Ende siegreich: Er vertreibt die Besatzer und weiht den Tempel in Jerusalem wieder dem rechten Gottesdienst.
Das Oratorium endet hier. Doch - werden Friede und Freiheit von Dauer sein? Ist dies nun also "Eversmiling Liberty"? Wenige Jahrzehnte später bereits besetzen die Römer Israel ... und Gott verlässt sein Volk auch diesmal nicht. Aber er hat einen anderen, einen neuen Plan, der die Welt verändern wird.
Die beiden zeitgenössischen dänischen Komponisten haben aus dem barocken Original ein wunderschönes modernes Rock-Oratorium gemacht, dessen Lieder Elemente aus Jazz, Pop und Rock aufweisen.
Am vergangenen Samstag war nun großer Probentag in der Weisendorfer Mehrzweckhalle, um alles in Ruhe anhören, anschauen und wirken lassen zu können. Außerdem musste ein erster Test für die verschiedenen Technikabläufe und die Lichtregie durchgeführt werden.
Die beiden Aufführungen sind am Samstag, 14. April, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Weisendorf und am Samstag, 21. April, ebenfalls um 19 Uhr in der Aischgrundhalle in Adelsdorf. Einlass ist jeweils ab 18 Uhr. Der Eintritt bei beiden Veranstaltungen ist frei, um Spenden wird aber gebeten. Falls ein finanzieller Überschuss erzielt werden sollte, wird dieser an die Hilfsaktion Uganda der katholischen Pfarrgemeinden Hannberg und Adelsdorf weitergegeben. red
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