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Herzogenaurach
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Ökofest-Initiative schüttet den Festerlös aus

Die Ökofest-Initiative, die vor 25 Jahren ins Leben gerufen wurde, hatte zur Jubiläumsausschüttung des Überschusses aus dem vorjährigen Ökofest in das Bistro "Kreis'l" eingeladen. Wie schon in den Vor...
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Retta Müller-Schimmel (links) verteilte den Überschuss Foto: Sänger
Retta Müller-Schimmel (links) verteilte den Überschuss Foto: Sänger

Die Ökofest-Initiative, die vor 25 Jahren ins Leben gerufen wurde, hatte zur Jubiläumsausschüttung des Überschusses aus dem vorjährigen Ökofest in das Bistro "Kreis'l" eingeladen. Wie schon in den Vorjahren werden aus dem Überschuss ökologische und soziale Projekte unterstützt sowie die Preise für die jährliche Kindermeilen-Kampagne gefördert.

Die Sprecherin und Mitinitiatorin des Ökofestes, Retta Müller-Schimmel, blickte zurück auf die Anfänge und lud gleichzeitig zum 20. Ökofest am 26. April auf den Festplatz am Weihersbach ein. In ihrer Rede verwies sie auch auf die aktuellen Brennpunkte wie in Burkina Faso. Dort flohen Tausende von Menschen vor den Dschihadisten in Herzogenaurachs Partnerstadt Kaya. Die Binnenflüchtlinge bringen die Stadt an ihre Grenzen. Die Ökofest-Initiative unterstützt immer wieder Projekte in Ländern, zu denen es irgendeine Beziehung gibt. In Kaya werden Schulbänke, die vor Ort gefertigt werden, finanziert, weil der dortige Bürgermeister auch den Kindern der Flüchtlinge eine Schulbildung bieten will.

Auch die Hilfsorganisation "Son of Light" von Alberto Parmigiani wurde bedacht. Er wird im April in Nepal die vierte Schule eröffnen und die Kinder erhalten Schultaschen, die ebenfalls vor Ort gefertigt werden. Der Verein "Lebenswald Regenwald" kann in Indonesien 200 Bäume pflanzen und auch die Ortsgruppe der internationalen Meeresschutzorganisation "Sea Shepherd" freute sich über den Scheck von 300 Euro. Die Gruppe will das Geld ebenso für ein Umweltprojekt ausgeben wie die Kindergruppe des Bundes Naturschutz. Mit 500 Euro können die Carl-Platz-Grundschule, die Cunz-Reyther-Grundschule, die Mittelschule Burgstaller Weg, die Mittelschule Liebfrauenhaus und die Montessori-Schule ihre Gartenbauideen verwirklichen. Für den Hort der Carl-Platz-Schule gab es eine Getreidemühle, um regionales Korn aus ökologischem Anbau mahlen zu können. Für das Bienenprojekt des Waldorf-Kindergartens gab es 600 Euro.

Vereinsgründung 1997

Die Idee einer Ökofest-Initiative wurde im November 1994 realisiert. Dazu gesellten sich Leute der Bündnisgrünen, des Bundes Naturschutz, der Aktion Mobile, des Obst- und Gartenbauvereins, des Vereins für Ökologie, Friedenspädagogik und Dritte-Welt-Fragen und gründeten die "Initiative Herzogenauracher Ökofest". Und aus dieser losen Vereinigung engagierter Menschen ist zu Beginn des Jahres 1997 ein Verein geworden: Die Ökofest-Initiative e.V. organisiert seitdem das beliebte Fest im Weihersbach. Richard Sänger

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