Coburg

ÖDP mit OB-Kandidat und vielen Frauen

Erstmals tritt die ÖDP auch in Coburg mit einer vollen Liste, bestehend aus 40 motivierten, natur- und umweltverbundenen Stadtratskandidaten, zwei Ersatzleuten und einem Frauenanteil von fast 50 Proze...
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Erstmals tritt die ÖDP auch in Coburg mit einer vollen Liste, bestehend aus 40 motivierten, natur- und umweltverbundenen Stadtratskandidaten, zwei Ersatzleuten und einem Frauenanteil von fast 50 Prozent, bei den Kommunalwahlen an. Bei der Aufstellungsversammlung in der Schmittner's-Gaststätte sprach Oberbürgermeisterkandidat Michael Partes von einer Aufbruchstimmung. Immerhin habe der ÖDP-Kreisverband Coburg-Kronach seine Mitgliederzahl in nur einem Jahr um 35 Prozent erhöhen können. Das, sagte Partes, habe man den beiden sehr erfolgreichen Volks- und Bürgerbegehren "Rettet die Bienen" und gegen den Verkehrslandeplatz bei Meeder zu verdanken. Man merke, dass sich die Bürger mehr Mitspracherecht und direkte Demokratie wünschen, was in der ÖDP eine lange Tradition habe. Dies weiterhin zu verwirklichen, sei sein Anliegen für die Wahl.

Der OB-Kandidat stellte einige Eckpunkte des Kommunalprogramms wie zum Beispiel die Sanierung des Kongresshauses inklusive Rosengarten und Palmenhaus vor. Wenn ein Kongresshotel tatsächlich notwendig ist, dann solle es - ästhetisch gut in die Vorstadt eingebunden - auf das Gebiet der ehemaligen Angerturnhalle gebaut werden, und zwar unter besonderer Berücksichtigung baubiologischer Maßstäbe, etwa überwiegend aus Holz. So könne man zeigen, dass Coburg es ernst mit dem Klimaschutz meint, und würde damit landesweit punkten.

Einen vierspurigen Ausbau der B 4 bei Weichengereuth werde es mit der ÖDP nicht geben. Ein weiteres Thema sei neben der Aufwertung des Naturkundemuseums zu einer pädagogisch zu nutzenden Naturschutzbegegnungsstätte auch die Entspannung der Situation in den frühen Morgenstunden in der unteren Seidmannsdorfer Straße und am Steintor. Dort biete sich eine intelligente Verkehrsführung mit temporärer Einbahnstraßenregelung an. Gerade die Sicherheit aller Schulkinder müsse hier gewährleistet werden.

Zudem will Partes, der selbst Mitglied beim ADFC ist, "richtig Geld in die Hand nehmen", um Coburg endlich als Fahrradstadt attraktiv zu machen. Das 17 Seiten umfassende Wahlprogramm enthalte noch einige Überraschungen. red

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