Oberhaid

Oberhaid im Soll

Der Gemeinderat verabschiedet einen 13-Millionen-Haushalt.
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Der Haushalt der Gemeinde Oberhaid ist beschlossene Sache. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung einstimmig den vorgelegten und vom Finanzausschuss zuvor beratenen Entwurf einstimmig zugestimmt. Der vorgestellte Etat durch Kämmerer Ludwig Pickel beläuft sich auf insgesamt 13,1 Millionen Euro und liegt damit um rund 1,3 Millionen Euro über dem vom Vorjahr.
Insgesamt fällt der Verwaltungshaushalt mit rund 8,5 Millionen Euro um 500 000 Euro höher aus als 2017. Im Vermögenshaushalt stecken im Wesentlichen die Investitionen; diese belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Rund 500 000 Euro werden dafür aus der Rücklage zur Gesamtdeckung entnommen.
Die Pro-Kopf-Verschuldung wird laut Berechnung des Kämmerers auf 190 Euro pro Einwohner zurückgehen. Der Landesdurchschnitt im Vergleich liegt bei 598 Euro. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 940 000 Euro. Vor acht Jahren war die Gemeinde noch mit knapp drei Millionen Euro verschuldet.
Größte Brocken bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt sind die Baumaßnahmen wie der Neubau eines Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums mit 1,3 Millionen Euro, Kinderkrippenbauten mit 1,2 Millionen Euro, Kanalsanierungsmaßnahmen mit 500 000 Euro sowie Sanierungsarbeiten an gemeindlichen Liegenschaften mit rund 600 000 Euro. Den dicksten Brocken bei den Ausgaben bildet die von der Steuerkraft der Gemeinde abhängige Kreisumlage mit 1,6 Millionen Euro.

Die Steuereinnahmen für das Jahr 2018 hat der Kämmerer sehr vorsichtig kalkuliert. Bei der Gewerbesteuer rechne man mit 1,1 Millionen Euro. Die Grundsteuer A bringt 23 000 Euro, die Grundsteuer B 21 500 Euro in die Gemeindekasse. Die Beteiligung bei der Einkommenssteuer beziffert sich auf 2,2 Millionen Euro und Schlüsselzuweisungen erhält die Gemeinde rund 1,5 Millionen Euro.


Bürgermeister zufrieden

Man könne mit dem Haushalt 2018 sehr zufrieden sein und er stehe auf soliden Füßen, so Erster Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD). Der politische Gestaltungsspielraum der Gemeinde sei gegeben. Man müsse weiterhin in die Zukunft investieren. Gleichzeitig gelte es aber auch, die Entwicklung der Kosten im Auge zu behalten. Die Fraktionssprecher brachten in ihrem Statement den Dank und die Anerkennung an den Kämmerer für das umfangreiche Zahlenwerk zum Ausdruck. nku
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