Neukenroth

Oberfranken in ganzer Tracht

Zum 40-jährigen Bestehen der Zechgemeinschaft Neukenroth gibt es am kommenden Sonntag einen großen Festzug. 35 Trachtenvereine aus ganz Oberfranken werden für ein farbenprächtiges Bild sorgen.
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Die farbenfrohe Trachtenvielfalt aus ganz Oberfranken wird beim Festzug am Sonntag sicher die Zuschauer faszinieren. Foto: K.- H. Hofmann
Die farbenfrohe Trachtenvielfalt aus ganz Oberfranken wird beim Festzug am Sonntag sicher die Zuschauer faszinieren. Foto: K.- H. Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Neukenroth — Es ist alles bestens vorbereitet, nun kann das große Fest beginnen. Der Volkstrachtenverein Zechgemeinschaft Neukenroth feiert an diesem Wochenende von Freitag, 7., bis Sonntag, 9. September, sein 40. Jubiläum, 30 Jahre Fahnenweihe und 20 Jahre Zecherhalle, verbunden mit dem Oberfränkischen Gautrachtenfest. Zum großen Festzug am Sonntag, 9. September, um 13.30 Uhr werden circa 800 Trachtler aus ganz Oberfranken aus 35 Vereinen, darunter vier Musikvereine, erwartet.

"Traditionspflege heißt nicht Asche aufbewahren, sondern die Glut am Glühen halten!" So hieß es im Grußwort der Festschrift zum Gründungsfest 1984 vom damaligen Landrat Heinz Köhler. Die Zecher in Neukenroth haben dies wahr gemacht, ja mehr noch: Der Volkstrachtenverein erlebt heute ein Engagement mit Feuer und Flamme von Kindern über Jugendliche, Erwachsene bis Senioren.

Hat man in den vergangenen Tagen an der Zecherhalle vorbeigeschaut, war in und außerhalb der Halle rege Betriebsamkeit des Festausschusses und vieler Helfer, die mit der Pflege und Hege ihrer mittlerweile zur Kultstätte im Frankenwald gewordenen Zecherhalle und deren markanten Außenanlagen mit Kinderspielplatz beschäftigt waren. Als vor 20 Jahren, unter Leitung des heutigen Ehrenvorsitzenden, Edmund Sprenger, die Halle erbaut und eingeweiht wurde, ahnte wohl niemand welch wichtiges Gebäude hier entstanden ist.

Heute hat sich die Halle entwickelt und bietet Konzerten, klassisch genauso wie Rock- und Pop-, Tanz- und sonstigen Kulturveranstaltungen, aber auch Betriebsfeiern und Tagungen einen Raum. Eine gemütliche Heimatstube, die wie ein kleines Heimatmuseum wirkt und die Nähstube, in der mit Liebe und Akribie einige Frauen die Trachten und Kostüme nähen.

Zum Gründungsfest (15. Bis 18. Juni 1984) meinte der damalige Vorsitzende, Edmund Sprenger (heutiger Ehrenvorsitzender), "Unsere Liebe zur Heimat, dem wunderschönen Frankenwald, die Freude an Traditions- und Brauchtumspflege ließen in uns jungen Menschen den Gedanken zur Vereinsgründung entstehen. Unsere Schaffenskraft und unser ungebrochener Wille in unserer Dorfgemeinschaft, führten uns auf den Weg zu diesen Tagen. Sinn und Zweck des Vereins soll es sein, Jugendliche unserer Ortschaft sinnvoll zu beschäftigen und Werte zu schaffen, die alle Mitglieder an unsere Heimat binden." Diese Worte wurden bis heute nachhaltig aufgenommen und haben sich in die nächste Generation übertragen.

Mittlerweile zählt der Verein über 300 Mitglieder. Die heutige Vorsitzende, Bettina Rubel, hat eine große und überaus engagierte Mannschaft um sich auf die sie sich stets verlassen kann. Egal ob bei der Bewirtung, bei der Reinigung oder Umbau in der Halle, oder bei Pflege der Außenanlagen, es wird das ganze Jahr über angepackt. Und mit großem Einsatz hat man auch das 40. Jubiläum vorbereitet.



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