Presseck
Pflanzmarathon

Oberfränkische Schüler forsten den Frankenwald mit 600 Bäumen auf

50 Rotbuchen, 50 Bergahorne und 25 Weißtannen haben die Schüler der Grundschule Presseck in dieser Woche gesetzt. 200 Bäume pflanzten Schüler der Lothar-von-Faber-Grundschule in Geroldsgrün im Landkre...
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Platzanweiser: Ludwig von Lerchenfeld (links) zeigt Kindern, wo der nächste Baum gesetzt werden soll. Foto: Klaus Klaschka
Platzanweiser: Ludwig von Lerchenfeld (links) zeigt Kindern, wo der nächste Baum gesetzt werden soll. Foto: Klaus Klaschka

50 Rotbuchen, 50 Bergahorne und 25 Weißtannen haben die Schüler der Grundschule Presseck in dieser Woche gesetzt. 200 Bäume pflanzten Schüler der Lothar-von-Faber-Grundschule in Geroldsgrün im Landkreis Hof vor einer Woche, und in einer Woche werden Schüler der Marktrodacher Grundschule die restlichen Setzlinge pflanzen. Den "Pflanzmarathon" hat der Verein "Unser Frankenwald" auf Initiative von Ralf Kremer aus Steinbach organisiert. Die erste Aktion fand 2017 statt. Die 125 Setzlinge für die Pressecker Schüler hatte die Waldbesitzervereinigung Kulmbach-Stadtsteinach spendiert.

Vorbereitung im Unterricht

Doch bevor Carmen Hombach die Tüten mit den Bäumchen zum Pflanzhang im Lerchenfeld‘schen Forst unterhalb der Schule brachte, wurde den Kindern in der Schule zunächst erklärt, worum es bei dieser Pfanzaktion überhaupt geht. Dazu drückten unter anderem auch Landrat Klaus Peter Söllner, Bürgermeister Siegfried Beyer, Forstamtsdirektor Michael Schmidt und Pfarrer Siegfried Welsch die Schulbank. Die Kinder sollten mit dieser Veranstaltung für Themen rund um den Klimawandel sensibilisiert werden, sagte Schulleiterin Annemarie Hebentanz-Weiß, die mit den weiteren Lehrkräften die Kinder im Unterricht mit dem gesamten Themenkomplex bereits vertraut gemacht hatte.

Paten für die Bäume sein

Bürgermeister Beyer, selbst Waldbesitzer, bat die Kinder, sich nun als Paten für die dann von ihnen gepflanzten Bäume zu verstehen. Sie sollten sich ab und zu in dem Waldstück umsehen, wie es "ihren" Bäumen denn geht. Und vielleicht in 40 Jahren wieder einmal vorbeizuschauen, um zu sehen, wie groß die Bäume dann geworden sind.

Landrat Söllner lobte den "Unterricht am realen Objekt." Religionslehrer Welsch, selbst passionierter "Waldmensch", erzählte den Kindern, dass er öfter mal in seine Heimatgemeinde komme und schaue, wie die Bäume gewachsen sind, die er selbst vor Jahren gepflanzt hat.

Ludwig von Lerchenfeld erzählte den Kindern von der Bedeutung des Waldes zum Beispiel als CO 2 -Speicher, stellte ihnen danach die Setzlinge vor, die sie anschließend pflanzen werden und erläuterte, warum man welche Bäume wo am besten setzt: Die Buchen und Ahorne vertragen gut Schatten, können also auch zwischen bereits großen Bäumen gut gedeihen. Weißtannen brauchen mehr Licht. Die setzt man am besten an den Rand von Wäldern. In jedem Fall, so Lerchenfeld, sollte man verschiedene Baumarten zusammenpflanzen.

Bei der anschließenden Exkursion in den Wald konnten die Schüler dann selbst Bäume setzen, nachdem ihnen Waldarbeiter vorgemacht hatten, wie es geht. Für den Pflanzmarathon hatte Ralf Kremer einen Hohlspaten vergolden lassen, der wie ein Wanderpokal von einer Schule zur anderen weitergegeben wird. Am 14. Mai werden die Marktrodacher Schüler diesen Spaten bekommen.

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