Oberleichtersbach
Volksbegehren

Nur wenige kamen zu Informationsveranstaltung

Hans-Josef Fell (Bündnis 90/Die Grünen), Präsident der "Energy Watch Group", sowie Gerald Pittner (Freie Wähler), Landtagskandidat der Freien Wähler für Unterfranken, informierten im Hotel "Rhönhof" i...
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Hans-Josef Fell (Bündnis 90/Die Grünen), Präsident der "Energy Watch Group", sowie Gerald Pittner (Freie Wähler), Landtagskandidat der Freien Wähler für Unterfranken, informierten im Hotel "Rhönhof" in Oberleichtersbach über das Volksbegehren "Klimaschutz in die Bayerische Verfassung". Allerdings nahmen nur etwa 20 Bürger die Gelegenheit wahr, sich über dieses Thema zu informieren.

Zur Einführung präsentierte Fell einige Zahlen zum Stand des Klimawandels und der Nutzung erneuerbarer Energien. Zum Erreichen der Klimaziele sollten die CO2 -Emissionen weltweit möglichst rasch, am besten bis 2030, auf null gesenkt werden.

Ziel sollte aber nicht nur eine Begrenzung der Erderwärmung, sondern eine Abkühlung der Erde sein. Dazu sei einmal ein kompletter Stopp der Klimagasemissionen nötig, aber auch eine Reduktion des Kohlenstoffs aus der Atmosphäre. Eine besondere Rolle spiele hierbei auch die Landwirtschaft durch Humusaufbau, großflächige Aufforstungen, Grünlandbeweidung und biologische Landwirtschaft. Beim Stopp der Klimagasemissionen sei die alleinige Nutzung erneuerbarer Energien von zentraler Bedeutung.

Mit politischer Unterstützung könne der Anteil erneuerbarer Energien sehr schnell wachsen. Aber auch das Gegenteil sei möglich. Durch das "10H-Gesetz" in Bayern wurde der Ausbau der Windenergie in Bayern faktisch beendet. Mit einigen Bildern belegte Fell, dass Solarparks positive Effekte für die Landwirtschaft haben können.

Pittner erläuterte, warum es so wichtig sei, den Klimaschutz und erneuerbare Energien in die Bayerische Verfassung aufzunehmen. Hätten der Klimaschutz und erneuerbare Energien so wie bereits der Umweltschutz Verfassungsrang, müssten in Bayern viele Bauvorhaben und Investitionen, aber auch einzelne Gesetze auf ihre Klimaverträglichkeit hin überprüft werden und könnten gegebenenfalls einfacher verhindert werden. Einige Parteien hätten in der Vergangenheit bereits versucht, den Klimaschutz in der Bayerischen Verfassung zu verankern. Dies sei aber bisher von der Regierungspartei verhindert worden, sagte Fell. Daher möchten die Freien Wähler ein Volksbegehren mit dem Ziel, den Klimaschutz und erneuerbare Energien in die Verfassung aufzunehmen, auf den Weg bringen. Die meisten Zuhörer sahen keinen Grund, warum man den Klimaschutz nicht in die Verfassung aufnehmen sollte. bws

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