Bamberg

Nur Spenden füllen die Regale

Im Bamberger Josefslädchen erhalten Bedürftige bereits seit 20 Jahren Lebensmittel zu niedrigen Preisen. Um die hohen anfallenden Kosten decken zu können, ist die Caritas auf finanzielle Hilfe angewiesen.
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Im Bamberger Josefslädchen können Bedürftige für wenig Geld Lebensmittel einkaufen. Mitarbeiterin Beate Röllich (im Bild) freut sich über volle Regale für die Kunden.  Foto: Barbara Herbst
Im Bamberger Josefslädchen können Bedürftige für wenig Geld Lebensmittel einkaufen. Mitarbeiterin Beate Röllich (im Bild) freut sich über volle Regale für die Kunden. Foto: Barbara Herbst

Wenn im Bamberger Josefslädchen Produkte über die Ladentheke gehen, ist der Preis meist sehr niedrig. Bedürftige Menschen mit geringen Einkommen können hier günstig Lebensmittel einkaufen und so Geld sparen. Sie sollen eine dauerhafte, konkrete und regelmäßige Unterstützung im Alltag erhalten. Häufig sind Arbeitsuchende, Rentenempfänger, Alleinerziehende oder kinderreiche Familien bedürftig. Im Laden der Caritas wird lediglich ein symbolischer Betrag abkassiert.

Wechselndes Sortiment

Tobias Späth, Geschäftsführer der Bamberger Caritas, erklärt, dass Kunden keine falschen Erwartungen haben dürfen: Weil das Sortiment täglich wechsle, erhalten sie nicht immer alle Produkte, die benötigt werden. Das Angebot hänge stets davon ab, welche Produkte gespendet wurden.

Seit mittlerweile 20 Jahren können bedürftige Menschen im Bamberger Josefslädchen in der Josephstraße 25 einkaufen. Der Laden ist Montag bis Freitag jeweils zwei Stunden geöffnet. "Etwa 35 bis 45 Personen kommen täglich zum Josefslädchen, um dort für die ganze Familie einzukaufen", so Späth.

Der Bamberger Caritasverband verkauft dort viele Lebensmittel aus Überproduktionen sowie überschüssige Produkte regionaler Firmen und Einzelhändler. Insgesamt spenden für das Josefslädchen mittlerweile rund 20 bis 30 Läden, beispielsweise Bäckereien und Gärtnereien. Doch auch Privatpersonen tragen einen Teil zum Sortiment bei. Besonders Gemüse, Obst, Milchprodukte, Backwaren, Konserven und andere abgepackte Artikel werden häufig gespendet.

Der Laden finanziert sich unter anderem durch Geld- und Sachspenden sowie Kirchensteuermittel. Neben regelmäßigen Betriebskosten fallen beim Josefslädchen zusätzlich Kosten für die Instandhaltung an. Die Einrichtung des Caritasverbandes ist deshalb ständig auf Hilfe angewiesen: Aktuell steht das Josefslädchen vor der Herausforderung, einen Kühl-Lieferwagen zu ersetzen und bittet deshalb um finanzielle Unterstützung.

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