Kronach
Kommunalpolitik

Nur noch zehn Wochen ins Frauenhaus - Frauenliste kritisiert neue Richtlinien

Die Frauenliste Kronach tagte kürzlich im Restaurant Da Carlo in Reitsch. Petra Zenkel-Schirmer berichtete über die neuen Richtlinien für den Schutz von gewaltbedrohten Frauen. Im Moment sehe es z.B. ...
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Die Frauenliste Kronach tagte kürzlich im Restaurant Da Carlo in Reitsch. Petra Zenkel-Schirmer berichtete über die neuen Richtlinien für den Schutz von gewaltbedrohten Frauen. Im Moment sehe es z.B. so aus, dass ab sofort Betroffene nur noch maximal zehn Wochen im Frauenhaus verbleiben dürfen. "Ich halte dies für untragbar und es geht weit an der Realität vorbei", sagte Petra Zenkel-Schirmer.

"Positiv anzumerken", so Lujza Schmögner, stellvertretende Vorsitzende, "ist allerdings die Bereitschaft des Ministeriums, neue Frauenhäuser zu fördern." Anschließend wurde beschlossen, dass die Frauenliste Stadt und Landkreis Kronach dem Coburger Verein "Keine Gewalt gegen Frauen e. V." beitreten wird.

Stadträtin Angela Degen-Madaus verwies auf das Fehlen einer Gestaltungssatzung der Stadt. Damit könnten etliche falsche Entscheidungen vermieden oder abgewendet werden. Ein Beispiel dazu sei die Errichtung von Autoparkplätzen im Stadtgraben, für die allerdings ein Vorgarten im engsten Bereich weichen musste. Diese wurden erst nicht und nun doch genehmigt. Die Frauenliste findet dieses Vorgehen äußerst bedenklich. Stadträtin Martina Zwosta merkte an, dass beim Zustandekommen der Maßnahme eine deutliche Abgrenzung zum dicht daneben liegenden Spielplatz errichtet werden müsse.

"Almhütte blockiert Stadtpark"

Dazu passend konnte zum Thema "Stadtpark" übergeleitet werden. Hier meldete sich Ingrid Oswald zu Wort: " Wie kann es angehen, dass ein städtisches Projekt wie der Park, der allen Bürgerinnen und Bürgern und den Kindern zur Verfügung stehen sollte, für mehrere Wochen von privaten Betreibern durch eine große Holzhütte blockiert wird", fragte sie. Diese "Almhütte" benötige außerdem einen geräumigen Abstellbereich hinter der "Alm", den man nur als Verschandelung des Stadtparks bezeichnen könne. Eine ansprechende Gestaltung des entsprechenden Geländes werde so für den Rest des Jahres unmöglich.

Oswald: "Es müsste sich im Hinblick auf unsere Jugend, die sie wohl am meisten aufsucht, ein besserer Platz finden lassen." In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Kühlenzpassage verwiesen und bedauert, dass diese zu selten in das Stadtgeschehen eingebracht wird.

Maria Gerstner, Kreisrätin, konnte aus dem Kreistag berichten. Das laufende "Seniorenpolitische Gesamtkonzept" des Landkreises nimmt Formen an. Der Landkreis hatte eine Firma beauftragt, eine Bedarfsermittlung und Bestandserhebung mit Bürgerbeteiligung zu erstellen. Nun wurden von der Firma Modus erste Ergebnisse vorgestellt. Bis 2020 werden die endgültigen Handlungsempfehlungen fertig sein und im Kreistag bekannt gegeben werden.

Die Vorsitzende der Frauenliste, Silke Wolf-Mertensmeyer hatte eingangs die FL-Frauen in Reitsch begrüßt. Die Teuschnitzerinnen Hedwig Schnappauf und Beate Schmidt stellten das Konzept ihres neuen Flyers vor. Es handelt sich um eine Werbekampagne auf Facebook, um Frauen zu motivieren, politisch aktiv zu werden.

Über den neuen Teuschnitzer Spielplatz bekamen sie von allen Seiten begeisterte Worte zu hören. Einige aus der Runde hatten diesen schon in Augenschein genommen. Doch das beste Urteil kommt von den Kindern selbst und ist eindeutig. Der Spielplatz ist rundum gelungen und bietet viel Abwechslung. Das Highlight ist zweifellos der steuerbare Wasserlauf. red

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