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Nur mit Flurneuordnung?

Der Radweg von Schlömen nach Himmelkron hat vermutlich nur dann eine Chance auf baldige Realisierung, wenn er im Rahmen einer Flurneuordnung gebaut werden kann. Das erklärte Bürger...
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Ab diesem Übergang bei Schlömen würde der Radweg nach Himmelkron beginnen. Voraussetzung ist aber eine Flurneuordnung der anschließenden landwirtschaftlichen Grundstücke. Foto: Werner Reißaus
Ab diesem Übergang bei Schlömen würde der Radweg nach Himmelkron beginnen. Voraussetzung ist aber eine Flurneuordnung der anschließenden landwirtschaftlichen Grundstücke. Foto: Werner Reißaus
Der Radweg von Schlömen nach Himmelkron hat vermutlich nur dann eine Chance auf baldige Realisierung, wenn er im Rahmen einer Flurneuordnung gebaut werden kann. Das erklärte Bürgermeister Siegfried Decker (NG) in der Ratssitzung am Montagabend.
Dabei machte er deutlich, dass der ursprünglich auf der alten Bahnstrecke angedachte Radweg allein aus Kostengründen nicht weiter verfolgt werden sollte. Neben dem Grunderwerb würden noch erhebliche Aufwendungen für den Abbau der Signaltechnik und den Rückbau einer Weiche anfallen - rund 200 000 Euro.
Deshalb, so Decker, habe man nach Alternativen gesucht. Hier komme nur die Talvariante mit dem Feldweg in Frage, der entlang des Weißen Mains in Richtung Baille-Maille-Allee führe. Nur bei dieser Trasse sehe das Staatliche Bauamt Bayreuth eine Möglichkeit der Kostenbeteiligung. Voraussetzung sei eine durchgängige Radwegeführung von Schlömen bis Himmelkron.
Nachdem dieser Feldweg bislang in keinem Kataster verzeichnet ist und sich im Privatbesitz befindet, würde das Amt für Ländliche Entwicklung für das Gebiet zwischen Bahntrasse und Weißem Main eine Flurneuordnung anbieten. Diese würde sich an das Himmelkroner Verfahren anschließen und über das dortige Flurbereinigungsverfahren mit abgewickelt. Für den Radwegebau komme eine Förderung von 80 Prozent in Frage.


"Gute Nachricht"

"Das ist eine gute Nachricht", sagte der Bürgermeister, der auch den Vorteil sah, dass die Zufahrt zu den landwirtschaftlichen Grundstücken künftig auch rechtlich gesichert ist.
Dritte Bürgermeisterin Patricia Lerner (SPD-OL) sprach sich ebenso für diese Variante aus ("Das ist ein wunderschöner Radweg") wie Ulrich Clemens (NG), stellvertretender Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU-WG) und Klaus Zahner (FW). Für Zahner würde der einfachere Weg zwar über die Bahntrasse führen, was aber zu unwirtschaftlich sei.
Der Gemeinderat bekundete grundsätzlich sein Interesse an einer Flurneuordnung und beauftragte das Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg, die beteiligten Grundstückseigentümer zu einer Aufklärungsversammlung einzuladen.


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