Maroldsweisach
politik

Nur ein geeintes, mächtiges Europa kann im Konzert der Großen mitspielen

Die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier (CSU) sprach bei einer Versammlung des CSU-Ortsverbandes Maroldsweisach. Im Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach sagte Ortsvorsitzende Heidi Müller-Gärtner: "Wenn i...
Artikel drucken Artikel einbetten
Monika Hohlmeier
Monika Hohlmeier

Die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier (CSU) sprach bei einer Versammlung des CSU-Ortsverbandes Maroldsweisach.

Im Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach sagte Ortsvorsitzende Heidi Müller-Gärtner: "Wenn ich an Europa denke, kommt mir als Erstes in den Sinn, dass ich froh bin, in der richtigen Zeit am richtigen Ort zu leben. Ich möchte mir nicht vorstellen müssen, dass mein Sohn in den Krieg ziehen müsste. Dank der EU haben wir seit 70 Jahren Frieden und Freiheit, für die EU-Bürger Reisefreiheit und keine Grenzen zwischen den Staaten, den Euro als einheitliche Währung und den freien Binnenmarkt. Aber nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Es gibt auch Kritik. Die vielen Verordnungen, die teilweise nicht nachvollziehbar sind, und ein Wust an Bürokratie. Genauso die Uneinigkeit beim Umgang mit den vielen Flüchtlingen. Da muss man sich die Frage stellen: Wie steht es in Europa mit der sozialen Gerechtigkeit und welche Rolle übernimmt hierbei Deutschland?"

Harald Deringer ging auf die Punkte ein, die die Marktgemeinde mit der europäischen Union verbinden. Er betonte, dass man auch als Kommune auf die EU angewiesen sei und man sich eine Trennung nicht mehr vorstellen könne. Man sollte nur darauf achten, nicht alles reglementieren zu wollen und dadurch dem Mittelstand und der Landwirtschaft das Leben unnötig schwer zu machen, erklärte er.

Monika Hohlmeier, die Tochter von Franz-Josef Strauß, erklärte mit Blick auf die Aufgaben der Europäischen Union, dass die EU Sorge zu tragen habe, dass die EU-Länder gemeinsam handlungsfähig blieben. Dazu gehöre der Schutz vor unfairen Handels- und Wettbewerbspraktiken durch andere mächtige Staaten wie Russland, Amerika oder China. Ein Staat mit rund 80 Millionen Menschen sei zu schwach gegen die Großmächte dieser Welt, aber 500 bis 600 Millionen Menschen, die gemeinsam und miteinander einen Binnenmarkt bilden und einheitliche Ziele verfolgen, etwa bei der Außenpolitik, Entwicklungshilfe, Wirtschafts-, Verteidigungs- und bei der Sicherheitspolitik, würden ernstgenommen, sagte sie. Die Herausforderungen, die die heutige Zeit auferlege, anzupacken, funktioniere nur im Miteinander der Staaten Europas. "Wenn wir Respekt von anderen Staaten fordern wollen, müssen wir konsequent mit einer europäischen Stimme sprechen und als Europäer handeln, sonst werden wir nicht ernst genommen."

Europa müsse, um Steuergerechtigkeit in der Union zu erzielen, gemeinsam gegen die Internet-Giganten vorgehen. "Es geht nicht, dass Konzerne wie Google oder Apple keine Rechte beachten, für nichts haften wollen und vor allem keine Steuern zahlen." Das nächste große und wichtige Thema seien Klimawandel und Umweltschutz. red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren