Langensendelbach

Nur 18 Monate Bauzeit

Das Rathaus in Langensendelbach ist nach der Generalsanierung barrierefrei. Auch der neue Bauhof am Ortsrand ist nun in Betrieb.
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Das Rathaus in Langensendelbach ist saniert worden. Fotos: Karl Heinz Wirth
Das Rathaus in Langensendelbach ist saniert worden. Fotos: Karl Heinz Wirth
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Die abgeschlossene energetische und barrierefreie Generalsanierung des Rathauses in Langensendelbach war der Aufhänger für eine Feier. Darüber hinaus wurde der neue Bauhof am Ortsrand eingeweiht.

Eine stattliche Anzahl von Ehrengästen bevölkerte das in neuem Glanz erstrahlende Rathaus. Bürgermeister Oswald Siebenhaar (FW) eröffnete die Einweihungsfeier mit den Worten: "Unser Rathaus atmet Geschichte und ist Teil der Geschichte unserer Gemeinde."

Ehemalige Dorfschule

Dem Planungsbüro Jürgen Sauer und Architekt Dietmar Stiefler sei es gelungen, die ehemalige Dorfschule in ein modernes Dienstleistungszentrum zu verwandeln, eine Herausforderung bei den heutigen Vorschriften, aber in der Gesamtbetrachtung auch ein "Meisterwerk". "Funktional war es längst nicht mehr", blickte Siebenhaar zurück. Wer jemals gesehen habe, wie bei Trauungen Angehörige im Rollstuhl in den ersten Stock getragen wurden oder überhaupt nicht daran teilnehmen konnten, habe die Sanierung sofort befürwortet. Eine schrittweise Sanierung bei laufendem Betrieb hätte laut Siebenhaar einige Jahre gedauert und wesentlich mehr gekostet. So galt die Generalsanierung unter Verlegung der Verwaltung in die Steingasse schnell als alternativlos.

Bis zu 24 Monate Bauzeit hatte man geschätzt, bereits nach 18 Monaten waren die Arbeiten abgeschlossen. Jürgen Sauer vom Planungsbüro Sauer und Harrer lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit Geschäftsleiter Bernd Meierhöfer und Bauhofleiter Ralf Kraus, die viele Entscheidungen schnell gefällt hätten.

Was ist nun im Rathaus so grundlegend anders als zuvor? "Es ist mal hell" , nannte Sauer als wichtigsten Punkt. Farbige und lichtdurchflutete Räume schaffen eine ganz andere Atmosphäre. Bürgermeister Siebenhaar merkte zufrieden an, dass man bei 1 222 725 Millionen Euro im angesetzten Kostenrahmen liege, und das, obwohl im Laufe der Zeit einige unvorhergesehene Anforderungen dazugekommen seien. Mit dem sanierten Rathaus erfahre das Ensemble mit direktem Blick zur Kirche eine weitere Aufwertung.

Der Staatssekretär Thomas Silberhorn (CSU) sagte, die Ortskernsubstanz zu erhalten und junge Menschen in der Gemeinde zu halten gehöre zu den Schlüsselaufgaben der kommenden Jahre.

Mit der Sanierung des Rathauses sei Großartiges gelungen, sagte Landtagsabgeordneter Michael Hofmann (CSU). Umweltminister Thorsten Glauber (FW) meinte: "Die Sanierung war keine leichte Entscheidung, aber notwendig." Andreas Schwarz, SPD-Bundestagsabgeordneter, hofft, dass im Gremium nur weise Entscheidungen beschlossen werden. Landrat Hermann Ulm (CSU) sagte: "Kirche, Rathaus, Wirtshaus", diese drei Komponenten in einem Dorf müssten stimmen, und das sei in Langensendelbach der Fall. Neue Ausstattung und Technik steigere die Motivation, um mit Freude hier zu arbeiten.

Die kirchliche Segnung des Rathauses lag in den Händen von Pfarrerin Christiane Börstinghaus und Pfarrer Roy Mathew Erupathinalil.

Die Bevölkerung hatte anschließend Gelegenheit, das sanierte Rathaus und den neuen Bauhof zu besichtigen. Von diesem Angebot wurde reger Gebrauch gemacht. Die Feuerwehr hatte dazu einen Fahrdienst zwischen Rathaus und Bauhof eingerichtet.

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