"Ich als Betroffener kann es nachvollziehen: Man rutscht auf dem Fußboden aus und bekommt dann schnell Platzangst in einem so kleinen Raum wie einem öffentlichen WC." Georg Meißner, Behindertenbeauftragter des Stadtrats, fand bei einem Ortstermin die passenden Worte.
Auf Einladung von Bürgermeister Andreas Hügerich und des Leiters der Sozialen Dienste beim BRK, Frank Gerstner, fand er sich mit der Behindertenbeauftragten Ingrid Müller und dem BRK-Techniker Hans Kohl vor dem Behinderten-WC am Markt ein, um den neu installierten Notruf zu inspizieren.
"Nach neuesten Richtlinien müssen öffentliche behindertengerechte Toiletten mit einem Notrufsystem ausgestattet werden, damit Bürger im Notfall schnell und unkompliziert Hilfe
herbei holen können", erläuterte Gerstner.
Mit dem Hausnotrufsystem habe das Bayerische Rote Kreuz zusammen mit der Stadt Lichtenfels eine effektive und kostengünstige Lösung für die Toiletten am Markt und am Bahnhof gefunden. Durch einfaches Ziehen an der neben dem WC angebrachten Zugkordel wird eine Sprechverbindung zur Hausnotrufzentrale hergestellt. Diese kann dann aufgrund der Angaben der hilfesuchenden Person entscheiden, welche Helfer alarmiert werden müssen.
Sollte die Zentrale keine Antwort bekommen, weil die Person zum Beispiel bewusstlos geworden ist, so wird sofort über die Leitstelle ein Krankenwagen herbeigeholt.
"Natürlich ist diese Einrichtung vor allem für Rollstuhlfahrer gedacht. Jedoch soll sie auch anderen Personen wie Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwägen das Gefühl von Sicherheit vermitteln",verdeutlichte Andreas Hügerich. red