Adelsdorf

Note 2 für die Wehren

Achim Ande vom Ingenieurbüro IBG sieht die Einsatzkräfte im Gemeindegebiet von Adelsdorf gut aufgestellt.
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Den Entwurf des Feuerwehrbedarfsplans stellte Achim Ande vom Ingenieurbüro IBG in der Sitzung des Adelsdorfer Gemeinderats am Mittwochabend vor. Dabei ging es neben dem Ist-Zustand der Wehren Adelsdorf, Aisch und Neuhaus auch um die erforderliche Mindestausstattung sowie die sogenannte Hilfsfrist.

Diese besagt, dass von der Meldung eines Ereignisses bis zum Eintreffen der Feuerwehr zehn Minuten vergehen dürfen. Zwei Minuten für die Disposition, vier Minuten Ausrückzeit und vier Minuten Fahrzeit. Wie sich zeigte, kann die komplette Gemeinde tatsächlich in dieser Zeit erreicht werden. "Die Feuerwehr ist gut aufgestellt", erklärte Ande. Es sei auch wichtig, die Feuerwehr in die Verkehrsplanung mit einzubeziehen, damit die gute Ausrückzeit beibehalten werden kann, fügte er hinzu.

Handlungsbedarf sieht er bei der Wehr in Neuhaus. Diese sei personell für nächtliche Einsätze gut aufgestellt, doch tagsüber, wenn die meisten der Feuerwehrler arbeiten, sehe die Sache schon anders aus. Zur Tageszeit erhalten die Neuhauser dann Unterstützung von der Adelsdorfer Wehr. Zudem sollten die Wehren in Aisch und Neuhaus bis 2024 je ein Löschgruppenfahrzeug erhalten, um die Ausrüstung zu komplettieren. Dafür müssten im Haushalt insgesamt 600 000 Euro eingeplant werden.

Zweiter Rettungsweg fehlt noch

Bei der Feuerwehrhausbegehung kamen die Wehren Aisch und Neuhaus sehr gut weg. "Beide Häuser sind zukunftssicher weit über den Zeitrahmen hinaus", stellte Ande fest. Geld in die Hand genommen werden muss lediglich für einen zweiten Rettungsweg. Für Neuhaus sind das noch in diesem Jahr 25 000 Euro, Aisch ist dann 2020 dran. Zudem steht für Neuhaus für 2020 noch der Einbau einer Absauganlage an, welcher mit 10 000 Euro zu Buche schlagen wird. Die Wehr in Adelsdorf kam nicht so gut weg, "aber da ist der Neubau ja bereits geplant", be-schwichtigt Ande, nachdem er die Mankos aufgezählt hatte. Dieser ist für 2024 in der Planung vorgesehen. Die Mittel für die entsprechenden Maßnahmen sind laut Kämmerer Christian Bertleff bereits im Haushalt vorgesehen.

Ein Treffen mit den Betroffenen

Mit einem "Aktuell und in den nächsten Jahren steht die Feuerwehr also gut da. Kann man das so sagen?", zog Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) ein Fazit. "Die Feuerwehr Adelsdorf ist durchaus gut, Schulnote 2", erwiderte Ande, "da können Sie stolz sein." Fischkal erklärte, dass er ein Treffen mit den Wehren vereinbaren möchte, bei welchem Achim Ande den Bedarfsplan noch einmal vorstellen soll.

Dann sprach er noch ein weiteres Thema an, "Die Wehr hatte gestern einen Einsatz mit der Drehleiter in Hemhofen. Müssten die nicht auch sowas vorhalten?" Ande erklärte, dass Gebäude mit einer Brüstungshöhe über acht Metern nur über eine Drehleiter erreicht werden können. "Kommunen dürfen keine Gebäude in dieser Höhe errichten, wenn sie keine Drehleiter haben", ergänzte er. Zudem fragte er die beiden anwesenden Kommandanten der Adelsdorfer Wehr, Andreas Triebel und Marcus Dangel, ob denn unter diesen Umständen die Hilfsfrist von zehn Minuten eingehalten werden könne, wenn sie mit der Drehleiter nach Hemhofen ausrücken, was beide mit einem Kopfschütteln verneinten. Zudem: "Wenn die Wehr mit der Drehleiter ausrückt, dann ist Adelsdorf ohne Drehleiter, falls was passiert." Fischkal unterstrich, dass man Hemhofen gerne unterstützen würde.

Vandalen tobten sich aus

Zu guter Letzt meldete sich Sabina König (Grüne) mit einem besonderen Anliegen zu Wort. Bei einer der vergangenen Sitzungen sei die Behindertenbeauftragte Sabine Köhler-Huter einer Einladung des Gremiums gefolgt. Als sie nach der Sitzung zu ihrem Fahrrad kam, habe sie es demoliert vorgefunden. Vandalen hatten nicht nur einfach die Luft aus den Reifen gelassen, sondern beide zerstochen und das Rad richtig schwer beschädigt. König fragte an, ob denn so etwas vonseiten der Gemeinde versichert sei.

Fischkal erklärte daraufhin, dass es für die Mitglieder des Gemeinderates und auch für die Beauftragten eine Haftpflicht- und Unfallversicherung gäbe. Kämmerer Christian Bertleff machte sich gleich Notizen, um zu überprüfen, ob Schäden wie der an dem Rad von Sabine Köhler-Huter ebenfalls versichert sind, und Fischkal bat darum, dass die Geschädigte ihn kontaktieren möge.

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