Nordhalben
Jubiläum

Nordhalbener Kameradschaft blickt auf eine 145-jährige Geschichte zurück

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Nordhalben feiert am kommenden Samstag unter der Schirmherrschaft von Landrat Klaus Löffler 40 Jahre Reservistenkameradschaft und 145 Jahre Soldatenkameradsc...
Artikel drucken Artikel einbetten
In den vergangenen Jahren standen die Aus- und Weiterbildung der Reservisten bei verschiedenen Wettkämpfen immer im Fokus. Auch organisierte man, wie hier in der Nordwaldhalle, die Waffenausbildung.  Foto: Michael Wunder
In den vergangenen Jahren standen die Aus- und Weiterbildung der Reservisten bei verschiedenen Wettkämpfen immer im Fokus. Auch organisierte man, wie hier in der Nordwaldhalle, die Waffenausbildung. Foto: Michael Wunder

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Nordhalben feiert am kommenden Samstag unter der Schirmherrschaft von Landrat Klaus Löffler 40 Jahre Reservistenkameradschaft und 145 Jahre Soldatenkameradschaft. Um 18 Uhr findet am Gedenkstein vor der Nordwaldhalle die Totenehrung statt. Der Festkommers mit Ehrungen findet im Anschluss in der Nordwaldhalle statt.

Die wechselvolle Vereinsgeschichte begann am 24. Juni 1874 mit der Gründung des Krieger- und Veteranenvereins Nordhalben. Kriegsheimkehrer aus dem Krieg von 1870 bis 1872 hatten sich dafür zusammengefunden. Wie aus der Vereinschronik hervorgeht, haben 102 Mitglieder den Verein aus der Taufe gehoben. Elf Jahre später wurde der Militaria-Verein Nordhalben gegründet. Weitere fünf Jahre später folgte als dritte Vereinsgründung durch 15 Mitglieder die Gründung des Soldaten- und Landwehrvereins.

Das Vereinsleben blühte in allen Vereinen. In einem Zweitagefest feierte man im Jahre 1909 das 25-jährige Bestehen des Militär- und Kampfgenossen-Vereins. Im Jahre 1923 musste die Kassenführung wegen der Inflation eingestellt werden. Doch man blieb den Vereinen und dem Gemeinschaftsgeist verbunden und begann immer von Neuem. Immer wieder sind Unterstützungszahlungen an Kameraden oder deren Witwen sowie ausgelegte Gelder durch den Kassier erwähnt. Auf einem Platz, wie ihn nur wenige im Frankenwald aufweisen können, fand im Oktober 1925 die Einweihung des Kriegerdenkmals statt. Gegenüber der Kirche wurde das Denkmal, das 63 gefallene Helden der Gemeinde verewigt, enthüllt. Am 1. Weihnachtsfeiertag 1944 findet man den letzten Eintrag in den Annalen des Vereins. Sowohl der Erste als auch der Zweite Weltkrieg brachten das Vereinsleben völlig zum Erliegen. Trotzdem fanden sich immer wieder Männer, die den Traditionsgeist und die Kameradschaftspflege aufleben ließen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Vereinsbetrieb wieder aufgenommen. Im selben Jahr schlossen sich die drei Vereine zur Soldatenkameradschaft Nordhalben zusammen.

Um der Kameradschaft neue Impulse zu geben, bemühte man sich, Reservisten in die Soldatenkameradschaft aufzunehmen. Der Zuspruch blieb jedoch lange Zeit nur spärlich. Erst am 1. Maifeiertag 1979 riefen acht ehemalige Bundeswehrangehörige die Reservistenkameradschaft ins Leben. Noch im gleichen Jahr erfolgte der Zusammenschluss zur Soldaten- und Reservistenkameradschaft Nordhalben.

1989 stellte man erstmals einen 27 Meter hohen Maibaum am ehemaligen Dreschhallenplatz auf, in den folgenden Jahren veranstaltete die SRK das Maibaumfest nahe der Klöppelschule. Vor 21 Jahren wurde im Untergeschoss der Nordwaldhalle mit finanzieller Beteiligung der SRK der Schießstand eingeweiht. Über 1200 Arbeitsstunden opferten die Mitglieder für optimale Schießmöglichkeiten auf dem 25-m-Stand. Die SRK Nordhalben wird seit 30 Jahren von Bernd Radlo geführt und hat im Jubiläumsjahr genau 150 Mitglieder. Mit dem 93-jährigen Franz Walter gibt es ein einziges Mitglied aus dem Soldaten- und Veteranenverein, welches von der SRK mit betreut wird. mw

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren