Nordhalben
Engagement

Nordhalbener Friedhof wird ehrenamtlich hergerichtet

Dass sich der Nordhalbener Ortsfriedhof Schritt für Schritt in einem ansehnlicheren Zustand präsentiert, ist einer engagierten Bürgergruppe zu verdanken, di...
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Klaus Müller, Albert Färber, Bernd Daum, Alfred und Christa Lunk (von links) vom "NohA-Friedhofsteam" zeigen in der Aussegnungshalle einige der gestifteten Arbeiten für den Wandschmuck.  Foto: Norbert Neugebauer
Klaus Müller, Albert Färber, Bernd Daum, Alfred und Christa Lunk (von links) vom "NohA-Friedhofsteam" zeigen in der Aussegnungshalle einige der gestifteten Arbeiten für den Wandschmuck. Foto: Norbert Neugebauer
Dass sich der Nordhalbener Ortsfriedhof Schritt für Schritt in einem ansehnlicheren Zustand präsentiert, ist einer engagierten Bürgergruppe zu verdanken, die sich als ehrenamtliches "Friedhofsteam" im Rahmen der NohA-Aktivitäten gebildet hat.
Seit Sommer 2014 haben die rund ein Dutzend Mitwirkenden Beachtliches geschaffen, um die Ruhestätte in einen würdigeren Zustand zu versetzen, als das mit kommunalem Einsatz derzeit möglich wäre. Neben handwerklichen Leistungen wurden auch noch die Mittel größtenteils selbst beschafft, um die Gemeindekasse nicht zu belasten. Denn Renovierungskosten fließen auch in die Gebührenberechnung ein und wären somit auf die Nutzer umgelegt worden, was so jedoch unterbleiben kann. Ein hoher vierstelliger Betrag ist mittlerweile zusammen gekommen, rechnet "Einsatzleiter" Bernd Daum, der die FW-Fraktion im Gemeinderat führt, überschlägig zusammen. Dazu zählen auch Sachspenden örtlicher Gewerbetreibenden und Privatpersonen. Baumaterialien, Aushangkasten, ein Posamententuch für den Aufbahrungstisch im Aussegnungsraum und als besonderen Schmuck zwei Spitzenklöppelbilder sowie ein geschnitztes Madonnenrelief wurden im Lauf der Zeit kostenlos zur Verfügung gestellt. Weiterhin konnten neue Fenster in der Leichenhalle eingebaut, die Wände neu gestrichen und der Innenbereich der Aufbahrungshalle komplett renoviert werden. Einschließlich des Fußbodens, der allerdings nach eigenen Vorarbeiten von einer Fachfirma sein Finish erhielt. Zum dekorativen Wandschmuck zählt weiter ein großer Rahmen aus Schieferplatten um das Kreuz, der indirekt beleuchtet wird. Aufbereitete Polsterstühle ermöglichen es nun den Angehörigen, sich während des Totengedenkens zu setzen.
Doch nicht nur das Leichenhaus erfuhr bereits eine weitgehende Sanierung, die über das Optische hinaus geht. Begonnen hatten die Aktivitäten mit der Renovierung der denkmalgeschützten Friedhofskapelle, die innen und außen instand gesetzt wurde. 2014 renovierten sachkundige Hände das große Holzkreuz und brachten es zur Neueinsegnung 2015 wieder an. Bei mehreren Einsätzen wurde pflanzlicher Wildwuchs beseitigt und am Vorplatz des Leichenhauses ein Wasserablauf installiert. Im Frühjahr 2016 begannen die Arbeiten für eine neue Wasserstelle mit Grünschnittcontainer, dem auch noch ein neuer Zugang vom östlichen Gehweg her folgte. Für Ausruhmöglichkeiten sorgen mehrere Sitzbänke, die ebenfalls selbst gezimmert wurden.
"Wieviel Arbeitsstunden hier geleistet wurden, wissen wir nicht. Unser Motto ist: Wir hören erst auf, wenn es schön ist!" erklärte Daum beim Ortstermin. Und dass es im nächsten Jahr mit der Sanierung der Leichenhalle weitergeht, die Abgrenzung des Friedhofs zu den Nachbargrundstücken und zur Hauptstraße ist auf der Agenda, wobei dann auch gemeinsam mit der Marktgemeinde eine Lösung für die schadhafte Friedhofsmauer samt Tor gefunden werden soll. nn
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