Nordhalben
Marktgemeinderat

Nordhalben kommt bei den Planungen voran

Susanne Deuerling Die Städtebausanierung, Freiflächenplanung und der Bürgerbus waren Hauptthemen der Nordhalbener Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung in der Alten Schule in Heinersberg. Die beiden Fl...
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Die Neue Gasse 46 wird neu gestaltet. Die Planungen für das Grundstück wurden nun dem Nordhalbener Gemeinderat vorgestellt. Foto: Gemeinde Nordhalben
Die Neue Gasse 46 wird neu gestaltet. Die Planungen für das Grundstück wurden nun dem Nordhalbener Gemeinderat vorgestellt. Foto: Gemeinde Nordhalben
Susanne Deuerling

Die Städtebausanierung, Freiflächenplanung und der Bürgerbus waren Hauptthemen der Nordhalbener Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung in der Alten Schule in Heinersberg. Die beiden Flächen Neue Gasse 46 - hier ist das Anwesen bereits zurückgebaut -, und Roseninsel 30 sollen neu gestaltet werden. Die Planungsgemeinschaft Manuela Wich und Heike Sell stellte nun dem Gemeinderat ihre Pläne für die beiden Freiflächen vor. Dabei wurden die Wünsche der Anwohner ebenso berücksichtigt wie der Nutzen, die Pflege der Flächen und die Verwertbarkeit der abgerissenen Materialien.


Die Planungen

So ist auf dem Gelände der Roseninsel 30 Folgendes angedacht: Im Bereich des ehemaligen Hauses soll eine Spielwiese entstehen, Pergolen dienen als Abgrenzung und Lichtspots beleuchten Mauern und den Zugang; eine Versickerungsmulde soll in der ehemaligen Zufahrt entstehen, die Begrenzungsmauern werden aus Natursteinen gefertigt, Pflanzflächen für Anwohner entstehen und Sitzgelegenheiten begrenzen die Rasenfläche.
Für die Neue Gasse 46 gibt es auch bereits detaillierte Planungen. Demnach wird der Bereich in drei Ebenen aufgeteilt, bedingt durch die abschüssige Lage. Im oberen Bereich sind Parkplätze geplant, die zweite Ebene ist durch Natursteine abgegrenzt und kann von den Bürgern genutzt werden - angedacht sind hier Hochbeete, Gemeinschaftsflächen und Ähnliches. Im unteren Bereich schließlich kann der Wasserzufluss aus dem bestehenden Stollen für ein Wasserbecken und einen kleinen Wasserlauf genutzt werden. In Richtung der Straße (angrenzend an das Wasserbecken) stehen Sitzwellen, Sitzgruppen entstehen unter Bäumen. Die Kosten sollen sich auf 161 000 Euro für die Neue Gasse 46 und 126 000 Euro für die Roseninsel 30 belaufen. Durch die Nordostbayerninitiative ist eine 90-prozentige Förderung möglich.


Arbeitsbeginn noch dieses Jahr

Wie Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) ankündigte, soll noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Mauern in der Neuen Gasse angefangen werden - als Basis für die Arbeiten im nächsten Jahr. Außerdem sollen die Ausschreibungen erfolgen, wenn man sich auf eine vertretbare Lösung festgelegt hat. Den Räten Ralf Ellinger (FW), Hans Blinzler (CSU) und Rudolf Ruf (CSU) war wichtig, dass viel mit Naturmaterialien wie Holz und Stein gearbeitet wird.
Pöhnlein zufolge können nicht alle freiwerdenden Flächen so aufwendig gestalten werden, wie in diesem Fall. Bernd Daum (FW) lobte die Vorstellung und meinte, dass jedes Detail gut dargestellt sei und man auf die Bedürfnisse und Wünsche der Einwohner eingegangen sei. Einstimmig beschloss man, aufbauend auf diesen Planungsvorschlägen weiterzumachen.
Der Bürgermeister berichtete von der guten Zusammenarbeit mit der Regierung, die sich den Ort angeschaut habe. Besonders die Vorschläge zum Regenmanagement kamen demnach sehr gut an. In Bezug auf die Leerstände müsse darüber diskutiert werden, wo zurückgebaut werden kann. Die Zuzüge aus den Ballungsräumen sollten ebenfalls über die Städtebauförderung erfolgen und zwar mit kleinen Häusern, grünen Oasen und Wohnungen, die wieder auf Vordermann gebracht werden. Fraktionsvorsitzender Bernd Daum (FW) meinte, dass in diesen Untersuchungen all das berücksichtigt werde, was Nordhalben für die Zukunft braucht. Dass die Regierung diesen Weg mitgeht, lasse für die Zukunft hoffen. Auch die CSU mit Fraktionsvorsitzendem Michael Wunder begrüßte die Untersuchungen, die die Fraktion bereits vor drei Jahren gefordert habe. Er meinte, wenn das Gebiet definitiv feststehe, sollten die Bürger informiert werden, damit sie von den Zuschüssen profitieren können.
Pöhnlein gab bekannt, dass die Arbeiten am Hochbehälter Schulgarten (Einhausung) an die Firma Schmidt & Herpich aus der Schnaid vergeben wurden.
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