Kronach

Noch scheues Katzenkind

Für den im Juli geborenen Yemon sucht das Tierheim Kronach eine erfahrene Adoptivfamilie, die ihm das Zusammenleben mit Menschen schmackhaft macht.
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Katerchen Yemon ist Menschen gegenüber noch etwas kratzbürstig. Foto: Tierheim
Katerchen Yemon ist Menschen gegenüber noch etwas kratzbürstig. Foto: Tierheim

Das Tierheim Kronach ist wieder einmal Anlaufstelle für viele kleine Fundkätzchen, die zur Welt kommen, weil Menschen ihrer Verantwortung für die ihnen anvertrauten Tiere nicht ausreichend nachgekommen sind. Tierheimchefin Katrin Meserth: "Es gibt einfach immer noch viel zu viele Katzen, die unkastriert herumlaufen und unkontrolliert für Nachwuchs sorgen."

Wenn die Notwendigkeit der Katzenkastration nicht so oft auf taube Ohren stoßen würde, könnte den kleinen Samtpfötchen viel Leid erspart werden, so Meserth. Ausgesetzt, halb verhungert und oft krank müssten sie sich in zartem Alter schon durchs Leben schlagen und so manche schafften es nicht. Besonders schlimm sei es, dass gerade auf Bauernhöfen so viele unkastrierte Mäusefänger herumlaufen. Und da diese meist halb wild und ohne großen Kontakt zu Menschen leben, wüchsen die Kleinen natürlich auch mit einer großen Portion Misstrauen gegenüber Menschen auf. Katrin Meserth: "Ist es sowieso schon schwer, genügend Liebhaber für Katzenwaisen zu finden, haben solche Tiere fast gar keine Chance, da sie nicht dem typischen Schmusekatzen-Bild entsprechen. Doch wir geben die Hoffnung nicht auf."

Ein "Kratzbürstchen"

Auch im Moment hat das Tierheim wieder eines dieser kleinen scheuen "Kratzbürstchen", das noch nicht begriffen hat, dass das Zusammenleben mit Menschen gar nicht so übel ist. Da der kleine Stubentiger jedoch erst vier Monate alt ist, kann er durchaus noch an den Menschen gewöhnt werden - zumal seine drei Geschwister ebenfalls bereits ein richtiges Zuhause gefunden haben.

Für den kleinen Yemon sucht das Tierheim jedoch ganz besondere Menschen. Wer sich eine Katze wünscht, mit der er sofort schmusen kann, ist nicht geeignet. Viel Geduld, Verständnis und Liebe sind eine unerlässliche Voraussetzung für die "Resozialisierung" des kleinen Wildfangs. Man sollte bereit sein, die Katze anzunehmen, wie sie ist, und anfangs nicht zu hohe Ansprüche stellen. Im Moment kann man Yemon noch kaum mit bloßer Hand anfassen. Er reißt aus, faucht wie ein kleiner Teufel und würde vielleicht sogar beißen, wenn man ihn anfasst. Für Kinder ist er daher kein Spielgefährte. Trotzdem lernen Kätzchen in diesem zarten Alter doch recht schnell und haben durchaus das Potenzial, richtige Schmusekatzen zu werden, auch wenn es im Moment noch nicht so aussieht, betont Meserth.

Mit Artgenossen sehr verträglich

Ideal wäre es, wenn im neuen Zuhause bereits eine weitere freundliche Katze leben würde, denn Yemon ist sehr verträglich und kuschelt gern mit Artgenossen. So ganz allein erscheint ihm eine neue Umgebung noch bedrohlicher als ohnehin schon und eine souveräne Zweitkatze könnte ihm Sicherheit geben.

Schön wäre es auch, wenn er nach einer ausreichenden Eingewöhnungszeit auch mal Freigang haben könnten, da er dies von früher her so gewöhnt ist. Natürlich sollte sein neues Zuhause dann nicht gerade an einer Hauptverkehrsstrecke liegen. Damit er nicht für unerwünschten Nachwuchs sorgen kann, hat man ihn kastrieren lassen.

Welche erfahrenen Katzenmamis und -papis möchten sich der Herausforderung stellen und und Yemon die Chance auf ein glückliches Katzenleben geben? Interessierte wenden sich an das Tierheim Kronach, Tel. 09261/20111. red



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