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Noch mehr illegale Müllablagerungen in Igensdorf - jetzt ermittelt das Landratsamt

Weißenohe — In Richtung Solarpark bei Oberrüsselbach wurden Asphaltablagerungen gefunden. Und einige Meter weiter noch viel mehr. Auch anderer Müll wurde abgeladen. Müll, der nicht erst seit einigen W...
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Der abgelagerte Schutt bei Oberrüsselbach  Foto: Petra Malbrich
Der abgelagerte Schutt bei Oberrüsselbach Foto: Petra Malbrich

Weißenohe — In Richtung Solarpark bei Oberrüsselbach wurden Asphaltablagerungen gefunden. Und einige Meter weiter noch viel mehr. Auch anderer Müll wurde abgeladen. Müll, der nicht erst seit einigen Wochen dort liegt, wie Hella Ziefer, die Pressesprecherin des Igensdorfer Rathauses mitteilt.

Das Bauamt hatte sich den Unrat vor Ort angeschaut. Dieser konnte nun eindeutig der Weißenoher Flur zugeordnet werden. Auch Bürgermeister Rudolf Braun ist involviert: "Die Asphaltablagerungen hat ein Vollerwerbslandwirt auf seinem Grund abgelegt." Angeblich handele es sich um geprüftes Material, das zum Wegebau verwendet werden soll (wir berichteten). Von anderem Müll wusste der Gemeindechef nichts, es gehöre auch nicht zu seinem Aufgabenbereich. Das sei Sache des Landratsamtes.

Dort prüfen Verantwortliche gerade, ob es sich um unbelastetes Material handelt, weshalb sie mit der Verwaltungsgemeinschaft Gräfenberg und dem Weißenoher Bürgermeister in Kontakt stehen. "Ein Untersuchungsbericht, der die Unbedenklichkeit des Materials bestätigt, liegt uns aktuell noch nicht vor", sagt Adrian Huter, Leiter des Resorts Abfallrecht. Wenn das Material unbedenklich ist, könne das Fräsgut durchaus für den Wegebau verwendet werden.

Der andere Müll ist grundsätzlich unzulässig und darf laut dem Kreislaufwirtschaftsgesetz nur in zugelassenen Abfallbeseitigungsanlagen behandelt, gelagert oder abgelagert werden. Aber es gibt Ausnahmen. Doch: "Diese greifen bei Müllablagerungen in der freien Natur nicht, auch wenn es das eigene Grundstück betrifft. Wer eine derartige widerrechtliche Abfallablagerung vornimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 100 000 Euro geahndet werden kann", sagt Huter.

Für die Abfallrechtsbehörde ist die Bearbeitung der illegalen Abfallablagerungen sehr zeitintensiv, da die Sachlage vor Ort betrachtet werden muss und auch entsprechende Schreiben anzufertigen seien, erklärt Huter. Was die Ablagerungen auf Weißenoher Gemeinde bei Oberrüsselbach betrifft, werde gerade ermittelt, um welche Abfälle es sich handelt und wer der Verursacher dieser Asphalt- und Müllablagerungen ist.

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