Altenbanz
90. geburtstag

Noch immer ist Anton Müller in seiner Gastwirtschaft anzutreffen

Anton Müller ist sehr heimatverbunden: Er ist in Altenbanz geboren und aufgewachsen, hat dort auch die Volksschule besucht. 1943, im Alter von 14, begann Anton - wie sein Bruder nach ihm - eine Lehre ...
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Man sieht ihm die 90 Jahre nicht an: Anton Müller mit seiner Frau Maria und den Gratulanten, darunter Bürgermeister Jürgen Kohmann (links) und Pfarrer Hans-Werner Alt.  Foto: Monika Schütz
Man sieht ihm die 90 Jahre nicht an: Anton Müller mit seiner Frau Maria und den Gratulanten, darunter Bürgermeister Jürgen Kohmann (links) und Pfarrer Hans-Werner Alt. Foto: Monika Schütz

Anton Müller ist sehr heimatverbunden: Er ist in Altenbanz geboren und aufgewachsen, hat dort auch die Volksschule besucht. 1943, im Alter von 14, begann Anton - wie sein Bruder nach ihm - eine Lehre als Metzger in der damaligen Metzgerei Ehrsam in Rossach. Davon erzählt seine Ehefrau Maria Müller. Mit ihr ist Anton Müller seit 1957 verheiratet, vor zwei Jahren feierten beide das Fest der diamantenen Hochzeit (60 Jahre). Kennengelernt haben sie sich in Marktgraitz, wo Maria herstammt. "Damals brauchten wir noch die Unterschrift des Vaters, ich war ja erst 18 Jahre alt", sagt sie schmunzelnd. Geheiratet hat sie ihren damals 27-jährigen Bräutigam dann ebenfalls in Altenbanz. Landwirtschaft, Gasthof und im Laufe der Zeit die drei Kinder Sigrid, Theresia und Matthias: Auf das junge Paar wartete viel Arbeit. Mittlerweile gehören vier Enkel und vier Urenkel zur Familie.

Mit Nachbarn, Freunden und Verwandten feierte Anton Müller am Freitag seinen 90. Geburtstag. Ein Präsent und die besten Glückwünsche der Stadt Bad Staffelstein überbrachte Bürgermeister Jürgen Kohmann. Stadtrat Jürgen Hagel gratulierte im Namen der Gemeinde und auch Christine Leikeim von der gleichnamigen Brauerei und Pfarrer Hans-Werner Alt schüttelten dem beliebten Jubilar die Hand. Von der Soldatenkameradschaft gratulierten Heinrich Hild und der Vorsitzende Martin Büttner, Anton Müllers Enkel.

Genießt das Plaudern

Anton Müller war der ältere Sohn der Familie Müller, sein jüngerer Bruder Franz verstarb bereits 2001. Noch immer ist der rüstige Senior in seiner Gastwirtschaft anzutreffen. Er genießt es, mit Wallfahrern, Urlaubsgästen und Einheimischen gleichermaßen zu plaudern, dabei geht er gerne von Tisch zu Tisch, erzählt von Begebenheiten, die sich so oder ähnlich zugetragen haben. Doch neben dem Hausschlachten und der Herstellung und Räucherung von feinem Schinken, was Anton auch mit 90 Jahren noch gut kann, blieb Anton Müller auch noch Zeit, eines seiner Hobbys zu pflegen: das Reisen. Pilgerreisen nach Rom und nach Israel, ein gemeinschaftlicher Ausflug mit anderen Gastwirten auf die Halbinsel Krim, aber auch viele Aufenthalte in Oberbayern mit seiner Maria gehörten zum knapp bemessenen Freizeitvergnügen des Jubilares. Schließlich warteten zu Hause Geziefer, Schweine und der Kartoffelacker.

Noch immer findet man Anton Müller geschäftig in der Familienmetzgerei. Gerne denkt er dabei an die Verpflegung einer Männerwallfahrt aus Königshofen zurück und die Versorgung der 400 Mann starken Truppe mit Krakauern. Und für noch eine Spezialität ist Anton Müller weit in die Nachbarlandkreise bekannt: Leberkäs und Fleischwurst. "Da plaudern sie heut' noch davon", freut er sich.

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