Leutenbach
Theater

Noch eine Spezialaufgabe ist auf der Erde zu erfüllen

Das Theaterspiel in Leutenbach hat Tradition. Werbung scheint da schon völlig überflüssig. Jedenfalls waren alle fünf Vorstellungen der Theatergruppe des Kultur- und Fördervereins Leutenbach auch dies...
Artikel drucken Artikel einbetten
Finni (Julia Alt) und die Schellnberger-Resi (Petra Ruppert) im Gespräch mit Außerirdischen Foto: Franz Galster
Finni (Julia Alt) und die Schellnberger-Resi (Petra Ruppert) im Gespräch mit Außerirdischen Foto: Franz Galster

Das Theaterspiel in Leutenbach hat Tradition. Werbung scheint da schon völlig überflüssig. Jedenfalls waren alle fünf Vorstellungen der Theatergruppe des Kultur- und Fördervereins Leutenbach auch dieses Jahr in kürzester Zeit ausverkauft.

"Der Himmel wart net", eine Komödie in drei Akten von Markus Scheble und Sebastian Kolb, stand auf dem Programm im Saal des Pfarrheims. Dieter Göthert als Mitglied des Vorstands dankte vor der letzten Aufführung für die Treue der Zuschauer und der Kirchenverwaltung für die Bereitstellung des Pfarrsaals.

Alexander Kaul und Gerhard Dittrich war es gelungen, ein Stück auszuwählen, das bei aller Heiterkeit immer auch etwas Hintergründiges des täglichen Lebens in sich barg. Da gab es den Polizisten Stelzl (Alexander Kaul), der vor dem Eintritt ins Paradies noch eine Spezialaufgabe auf der Erde zu erfüllen hatte. Diese musste in 24 Stunden erledigt werden, wollte er nicht den Zugang zum Himmel für lange Zeit verspielen. Er sollte den soeben verstorbenen Schreinermeister Bömmerl (Gerhard Dittrich) abholen und heraufbringen. Fast enttäuscht von der einfachen Aufgabe machte er sich auf den Weg. Wie es oft so passiert, ergaben sich dabei viele Verstrickungen. Anna Bömmerl (Katharina Götz), Froschmeier (Otto Drummer), seine Frau (Christine Drummer) und die Hausgehilfin Finni (Julia Alt) waren weitere Rollen. Das Ganze würzte die Schellnberger-Resi (Petra Ruppert vom Katholischen Frauenbund) in ihrer unnachahmlichen Art, die Kleider für Afrika einsammelte. Die Zwiegespräche der hörbaren Verstorbenen, die ja nicht da waren, und der Hinterbliebenen lösten viele Lacher aus. Und immer wieder mahnte der Polizist den Bömmerl, loszulassen, "weil der Himmel wart".

Regie führten Alexander Kaul und Gerhard Dittrich. Als Souffleusen wirkten Ingrid Ismeier und neu im Team Anna Keiner. Für die Technik mit Blitz und Donner sorgte Klaus Wagner, für die Maske war Andrea Drummer vom Salon "Struwelliese" Ebermannstadt verantwortlich. Die verklärte himmlische Stimme für den Auftrag von Stelzl kam von Lisa Ismeier.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren