Mainleus

Nicole Lindner überrascht

Mit ihren "Japanischen Legewachteln wildfarbig" wird die junge Mainleuserin erstmals Vereinsmeisterin. Die Züchter stellten über 460 Tiere aus.
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Dietmar Haensel und Lena Lindner versorgten die Kaninchen mit Grünfutter.  Fotos: Uschi Prawitz
Dietmar Haensel und Lena Lindner versorgten die Kaninchen mit Grünfutter. Fotos: Uschi Prawitz
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Der Geflügel- und Kaninchenzuchtverein Mainleus konnte viele Besucher zur Lokalschau in der Sommerhalle begrüßen. 347 Geflügeltiere und 114 Kaninchen wollten von den Preisrichtern bewertet und von Interessierten bestaunt werden.

"Wenn man die Halle betritt, gibt es zwei Sichtweisen", sagte Bürgermeister Robert Bosch. Es gebe die Sicht der Fachleute, für die der Zuchterfolg im Vordergrund stehe, und die der Laien und Kinder, die vom Aussehen und von der Vielfalt der Tiere beeindruckt seien. "Ihr als Verein führt die beiden Sichtweisen nachhaltig zusammen."

Vorsitzender Hansjürgen Grampp freute sich über die großartigen Bewertungen der ausgestellten Tiere und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern. "Wir haben eine wunderbar ausgeschmückte Ausstellung mit vielen Schauvolieren, einem Teich, einer Tombola und einer leckeren Verkostung, so etwas ist nur durch den Zusammenhalt in unserem Verein möglich, und darauf ist der Vorstand stolz."

29 Mal die Bestnote

29 Mal hätten Tiere die Bestnote "Vorzüglich" erhalten, zigmal die Bewertung "Hervorragend".

Besonders gut schnitt Nicole Lindner ab, die ihre "Japanischen Legewachteln wildfarbig" zum allerersten Mal in der Kategorie Zwerghühner ausstellte und prompt mit 477 Punkten Vereinsmeisterin wurde. "Damit hatte ich nicht gerechnet", sagte die Züchterin, die sich in einer Sparte mit langjährig erfahrenen Züchtern durchsetzen konnte. Ihr Ziel ist es, bei ihren Wachteln irgendwann eine Naturbrut zu erreichen. "Das ist jedoch bei Legewachteln sehr schwer und selten", erklärte sie, durch die Züchtung auf Legebetrieb hätten sie den natürlichen Bruttrieb verloren.

"Doch ich bleibe dran, denn eine möglichst natürliche Haltung ist für mich sehr wichtig." Die Wachteln ganz in der freien Natur zu halten, sei leider nicht möglich, da sie zum einen ein begehrtes Ziel für Greifvögel oder Katzen darstellten und zum anderen einfach wegfliegen würden. "Aber sie fühlen sich in ihrem großen Stall mit den Voliere-Anbauten sehr wohl."

Tierwohl an erster Stelle

"Die Kleintierzüchter haben sich dem Erhalt der Artenvielfalt und insbesondere dem Erhalt alter Rassen verschrieben", betonte Hansjürgen Grampp. Jedem Züchter liege das Tierwohl am Herzen. Vereinsmeister in der Kategorie Hühner, Groß- und Wassergeflügel wurde mit ebenfalls 477 Punkten Konrad Michael mit "Mechelner gesperbert", bei den Tauben Yvonne Unger (481 Punkte) mit ihren "Spaniertauben weiß" und bei der Jugend Tobias Grampp mit 475 Punkten für seine "Bantam schwarz".

In Gedenken an das erst kürzlich verstorbene Vereinsmitglied Willi Türk wurden vier Gedächtnispokale in der Kategorie "Geflügel" und zwei in der Kategorie "Kaninchen" ausgelobt. Vereinsmeister im Bereich Kaninchen der Groß- und Mittelrassen wurde Arnulf Guthseel mit seinen "Alaska" (485,5 Punkte) und bei den Klein- und Zwergrassen Dietmar Haensel mit den "Marburger Fehn" (481 Punkte). Der Jugendmeisterpreis ging mit 483,5 Punkten an Lena Lindner (Havanna).

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