Aurachtal
Urteil

Nicht das letzte Wort

Michael Busch Das Urteil wurde nach fünf Verhandlungstagen gegen eine Aurachtaler Unternehmerfamilie verkündet: Die Mutter muss vier Jahre ins Gefängnis, deren Tochter drei Jahre elf Monate und der So...
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Michael Busch Das Urteil wurde nach fünf Verhandlungstagen gegen eine Aurachtaler Unternehmerfamilie verkündet: Die Mutter muss vier Jahre ins Gefängnis, deren Tochter drei Jahre elf Monate und der Sohn drei Jahre und acht Monate. Damit ist ein vorläufiger Schlussstrich wegen gemeinschaftlichen Betruges gezogen.

Endgültig wohl eher nicht, zeigten die Verurteilten in den vergangenen Sitzungen doch ein Verhalten, dass selbst der vorsitzende Richter des Schöffengerichtes, Wolfgang Gallasch, als eine totale Verblendung bezeichnete. In dem Prozess ging es um nicht gelieferte, aber bereits bezahlte Aufzüge. Dieses Geld habe sich die Familie aus Sicht des Gerichtes unrechtmäßig angeeignet, ohne entsprechende Gegenwerte zu liefern. Dazu kam ein Kreditbetrug, bei dem ein Teil der Familie einen durch den Staat subventionierten Kredit erschlichen hat.

Bereits der Auftakt war turbulent, da die Mutter sich durch einen vorgetäuschten Infarkt der Verhandlung hatte entziehen wollen. Die weiteren Verhandlungstage waren geprägt von Befangenheitsanträgen, ständig wechselnden Anwälten, Beschimpfung der eigenen Pflichtverteidiger und den ausufernden Verschwörungstheorien vor allem durch die Mutter.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht geht ebenso wie die Beobachter von einer Berufung aus.



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