Neuhaus
Komödie

Neuhauser Theatergruppe bringt chaotisches Dorfjubiläum auf die Bühne

Seit Mitte Januar studiert die Theatergruppe des TSV Neuhaus das Stück "Das Neuhauser Dorfjubiläum" ein, einen Schwank in drei Akten von Beate Irmisch. Dari...
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Pauline Sitte, Rainer Tratz, Nadine Hoffahrt und Peter Zöbelein (v. l.) bei einer Probe Foto: Blum
Pauline Sitte, Rainer Tratz, Nadine Hoffahrt und Peter Zöbelein (v. l.) bei einer Probe Foto: Blum
Seit Mitte Januar studiert die Theatergruppe des TSV Neuhaus das Stück "Das Neuhauser Dorfjubiläum" ein, einen Schwank in drei Akten von Beate Irmisch. Darin geht es um ein großes Fest, das den Dorfbewohnern bevorsteht. Der Fußballverein sowie der Kirchenchor und die Feuerwehr feiern ein rundes Jubiläum, und man hat sich darauf geeinigt, das Fest gemeinsam auszurichten.
Leider ist die gut gemeinte Idee gar nicht so einfach zu verwirklichen, da die Interessen der einzelnen Vorstände doch gewaltig auseinander gehen. Man bekommt sich einfach nicht unter einen Hut und schon bald kracht es ordentlich unter den Machern. Nun ist guter Rat teuer, und man zieht den ehrwürdigen Pfarrer Bremmels (Harald Hasieber) zu Rate.


Von der Maske ins Rampenlicht

Dessen Idee, am großen Dorfjubiläum die seit Jahren eingeschlafene Kerwa wieder aufleben zu lassen, stößt auf nicht allzu große Begeisterung. An dieser Kerwa dann auch noch ein von Pfarrer Bremmels selbst geschriebenes Theaterstück aufzuführen, endet fast schon in einem Kleinkrieg. Doch dann meldet sich das Fernsehen ...
Eine schon "altgediente" Schauspielerin der Truppe ist Pauline Sitte. Sie spielt seit 2001 mit. "Damals sprang ich kurzfristig für eine erkrankte Darstellerin ein. Zu der Zeit war ich noch für Maske und Requisiten zuständig", erzählt sie. "Da merkte ich, wie es ist, in eine andere Rolle zu schlüpfen und diese Herausforderung auch zu meistern", fügt sie an. Ihre Rollen lernt sie zu Hause auf dem Sofa. "Aber keiner darf mich dabei stören!" Am besten gehe es jedoch direkt auf der Bühne. Allerdings verdrehen manchmal die Männer ihren Text, und dann stehe man ganz dumm da. "Wir zahlen es ihnen aber heim!"
Die Rolle der Alma Rüstig als Vorsitzende des Kirchenchors ist ihr fast auf den Leib geschrieben. "Da kann ich so richtig los-trällern", sagt sie schmunzelnd. An der Theatergruppe gefällt ihr, dass die Tradition erhalten werde, außerdem sei der Zusammenhalt sehr gut, denn nur so könne eine Gruppe funktionieren. Auch wenn sie schon ein alter Hase ist, leidet sie stark unter Lampenfieber. "Blutdruck 180 und niemand darf mich ansprechen. Außerdem ist dann die Toilette ausschließlich von mir besetzt."
Am Ende genießt sie den Applaus mit ihren Kollegen. "Dann denke ich, dass es sich alles gelohnt hat. Außerdem haben wir immer ein tolles Publikum!"
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