Höchstadt a. d. Aisch
Wallfahrt

Neues Leitungsteam führt die Höchstadter Katholiken nach Dettelbach

Zum 380. Mal fand in diesem Jahr die Gelöbniswallfahrt der Höchstadter St.-Georgs-Pfarrei in den unterfränkischen Wallfahrtsort Dettelbach statt. Zunächst brachen die Fußwallfahrer auf, die zwei Tage ...
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Die neue Führungsriege - hier vor dem Dettelbacher Gnadenaltar - konnte eine gute Premiere organisieren und durchführen, worüber sich die drei Jahrzehnte wirkende Leiterin Angela Neudörfer (Mitte) sehr freute. Auf dem Bild fehlt Gerhard Wirkner. Foto: Peter Schramm
Die neue Führungsriege - hier vor dem Dettelbacher Gnadenaltar - konnte eine gute Premiere organisieren und durchführen, worüber sich die drei Jahrzehnte wirkende Leiterin Angela Neudörfer (Mitte) sehr freute. Auf dem Bild fehlt Gerhard Wirkner. Foto: Peter Schramm

Zum 380. Mal fand in diesem Jahr die Gelöbniswallfahrt der Höchstadter St.-Georgs-Pfarrei in den unterfränkischen Wallfahrtsort Dettelbach statt. Zunächst brachen die Fußwallfahrer auf, die zwei Tage unterwegs sind, ebenso wie eine Radwallfahrergruppe unter der Leitung von Elmar Gerner. Diesen folgten am Sonntagmorgen vier Omnibusse und etliche Privatpilger mit ihren Autos. Ein großer organisatorischer Aufwand muss im Vorfeld geleistet werden, damit der Festtag gelingt.

Die notwendigen Vorbereitungen für die Fußwallfahrt übernahm heuer erstmals eine neue Führungsriege unter der Leitung von Karola Lorz. Ihr standen zur Seite Gerhard Wirkner, Wolfgang Dorsch, Renate Kaspar und Hubert Scheidel. Mit viel Herzblut gelang der Leitungsgruppe die Premiere. Keine größere Anerkennung konnten die "Neuen" erhalten als die Aussage von Angela Neudörfer: "Karola Lorz ist eine echte Nachfolgerin und ihre Mannschaft passt." Neudörfer wollte nach dreißig Jahren Wallfahrtsleitung die Aufgabe im vergangenen Jahr in jüngere Hände legen. Ein abwechslungsreiches musikalisches Programm umrahmte das Wallfahrtsgeschehen. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Georg Römer gestaltete nicht nur die Wallfahrtswege mit, sondern spielte auch in den Gottesdiensten diverse Choräle. Eine singende und musizierende Ministrantengruppe mit Linus Hutzler an der Gitarre, Johanna und Jakob Lisch und Roman Paulini brachten neues geistliches Liedgut zu Gehör, Michael Ulbrich sang und spielte am Piano Lobpreis- und Anbetungsballaden. Die Beiträge des Kirchenchores dirigierte vertretungsweise ebenfalls Georg Römer. Henning Schwarz und Bernhard Schöfer kümmerten sich um das Orgelspiel. Kindergottesdienst und Kinderbetreuung übernahmen Maria Marx und Katja Schaub-Dürr aus der Kita St. Michael.

Bevor Bürgermeister Gerald Brehm (JL) wie in jedem Jahr vor dem Gnadenaltar die Gelöbniserneuerung vornahm, ging Stadtpfarrer Kilian Kemmer in seiner Predigt auf die Notwendigkeit von Bewegung ein. Bewegung werde selten mit etwas Gutem für den Körper in Zusammenhang gebracht, sondern vielmehr mit der Figur oder der Höchstleistung. Die Gesellschaft bewege sich insgesamt in eine Schnelllebigkeit hinein, die unerträglich werde. "Alles muss schneller werden und niemand weiß, wie er zu einer Entschleunigung findet."

Unerfüllte Sehnsüchte

Die digitale und virtuelle Welt gaukelt den Menschen nach Kemmers Ansicht etwas vor, was an der Lebenswirklichkeit vorbeigeht: Sehnsucht nach Geborgenheit und Zuhause bleibt das meist versteckte Hauptbedürfnis der Menschen. "Lieber stresst man sich in eine Weltreise, kommt unerholt nach Hause zurück, als dass man eine Expedition in sein eigenes Inneres unternimmt." Nur im ruhenden Blick auf Jesus Christus kann sich eine Bewegung in der Kirche formieren, die tatsächliche Erneuerung bringt. "Reformation" bedeutet nach Kilian Kemmer "eine Wiederherstellung des Ursprungs" und nicht "eine mehrheitsfähige Mainstream-Anbiederung".

Neben der geistlichen Betreuung durch den Stadtpfarrer und Pfarrvikar James, Diakon Georg Paszek und Pastoralreferentin Monika Urbasik sorgte die Familie Vogel unterstützt von den Höchstadter Kerwasburschen mit ihrem Kapo Frank Greif für das leibliche Wohl der rund 500 Wallfahrer. Die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt zeigte sich für die Sicherheit der Wallfahrer auf den öffentlichen Straßen verantwortlich. Am Sonntagabend ging so die 380. Dettelbacher Wallfahrt zu Ende. LM

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