Herzogenaurach
Satire

Neues Gesicht für Frau Merkel

Die "Titanic Boygroup mit Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn und Thomas Gsella feierte im Vereinshaus ihr Comeback, das feiern sie bei jedem Auftritt auf den Bühnen von Zürich bis Flensburg. Es wa...
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Frech und respektlos: "Die Titanic-Boygroup"  Foto: sae
Frech und respektlos: "Die Titanic-Boygroup" Foto: sae

Die "Titanic Boygroup mit Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn und Thomas Gsella feierte im Vereinshaus ihr Comeback, das feiern sie bei jedem Auftritt auf den Bühnen von Zürich bis Flensburg. Es war tatsächlich ein lustiger und zugleich teils grausamer Rückblick, ohne dass das Aktuelle vergessen wurde, den die drei ehemaligen Chefredakteure der Titanic boten. Als "Titanic Boygroup" gastierten sie anlässlich des Kulturfestivals im Vereinshaus und präsentierten ihr Programm. Passend zum Motto des Kulturfestivals bezeichnen sie die Satire als den Wegbereiter der Revolution.

Dazu gehörte auch, dass Titelbilder der Titanic im Großformat eingeblendet wurden und es gab Geschmackloses ebenso zu sehen wie Aktuelles. Da es Markus Söder bei der Landtagswahl schwer haben werde, sei er kurzerhand zum Islam konvertiert, behaupteten die Akteure, und derzeit arbeite die Redaktion an einem neuen Gesicht für Angela Merkel, das sei allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe.

Natürlich war auch Herzogenaurach und Franken, das irgendwo in einem unbekannten Dreieck zu finden ist, ein Thema, sowie das erfolgreiche Geschäftsmodell der Firma Adidas, die in der dritten Welt produzieren lasse.

Die Satiriker erinnerten an die Wiedervereinigung, als Millionen von ausgemergelten und zerlumpten Gestalten in den Westen kamen und hier den Menschen alles wegaßen. "Deswegen sind wir dafür, die Grenzen wieder zu schließen". Schließlich sei die Wiedervereinigung ungültig, "denn Helmut Kohl war geklont."

Wie Schmitt erklärte, gibt es bei der Titanic keine Leserbriefe, sondern die Titanic schreibt an die Leser und die drei lasen genüsslich die Briefe an ihre Leser vor. Die drei erzählten von ihren Anfängen in den total verrückten Neunzigern bis zu den großen Welterfolgen und der geplanten Auflösung im Jahr 2040. Der EU-Abgeordnete Sonneborn berichtet aus der Parlamentarierhölle in Brüssel. Denn mit Martin Sonneborn hat die Boygroup nicht nur einen Satiriker und Journalisten, sondern auch einen Politiker in ihren Reihen. Er sitzt für "Die Partei" im Europaparlament und ist deren Bundesvorsitzender. Da er immer mit dem Auto reist, könne er vom Kilometergeld gut leben, denn es gibt fünfzig Cent pro Kilometer und das steuerfrei.

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