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Gehülz

Neues Dach für den Kindergarten

Die Arbeiten am Kindergarten "St. Bonifatius" Breitenloh liegen im Zeitplan. Dank des guten Wetters konnten die Bauarbeiten früher als erwartet beginnen.
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Der neue Dachstuhl hat großzügige Überstände und wird im Sommer Schatten spenden.  Foto: Spindler/privat
Der neue Dachstuhl hat großzügige Überstände und wird im Sommer Schatten spenden. Foto: Spindler/privat

Das Ergebnis einer Schadstoffanalyse Ende 2014 veranlasste die damalige Kirchenverwaltung, den Betrieb so schnell wie möglich einzustellen und in die nahegelegenen Räume der ehemaligen Gehülzer Grund- und Teilhauptschule zu verlegen.

Die Stadt Kronach und das Landratsamt Kronach gaben im Schulterschluss das Einverständnis für eine Nutzungsänderung des Schulgebäudes. Der Zufall wollte es, dass man mit dem Architekturbüro Schöttner aus Wallenfels wegen einer eventuell anstehenden Generalsanierung ohnehin im Gespräch war. Das Architekturbüro wurde mit den Arbeiten beauftragt, aber auch gleichzeitig gebeten, für das Projekt Generalsanierung zu planen und eine Kostenschätzung abzugeben. Der Um- bzw. Einzug in die neugestalteten Räume wurde im Mai 2015 vollzogen, und das Kindergartenleben nahm vorläufig wieder seinen "normalen Gang".

Die Genehmigung für die Generalsanierung und den Anbau einer sechsköpfigen Kinderkrippe lag im August 2018 vor. Mit den ersten Bauarbeiten konnte bereits im Januar 2019 begonnen werden. Dabei tauchten immer wieder problematische Baukonstruktionen auf, für die der Bauleiter, Dipl.-Ing. Jagusch-Pezolt neue, bzw. andere Lösungen finden musste, die weder Zeit- noch Kostenrahmen überstiegen. Die Wärmedämmung zwischen den Dachträgern wies deutliche Volumenverluste auf und so entstanden durch die in den 70-er Jahren übliche Verlegung Wärmebrücken, die nicht einsehbar waren und somit auch die Schimmelbildung begünstigte. Im Erdbereich neben dem Untergeschoss lief seit Freilegung der Außenwand kontinuierlich Schichtwasser aus dem Hang, das wiederum kaum versickern konnte und die Schimmelbildung im Untergeschoss begünstigte. Der vorhandene Putz hatte an zahlreichen Stellen keine Haftung mit dem Mauerwerk und musste komplett abgetragen und neu aufgelegt werden.

Die Entscheidung der Kirchenverwaltung, eine Generalsanierung anzugehen, war allein schon aus diesen Gründen völlig richtig, da die versteckten Mängel schwerwiegender sind als bei den Voruntersuchungen erwartet.

Im Oktober wurde nun der neue Dachstuhl mit großzügigen Dachüberständen aufgerichtet. Mit dem neuen und etwas steileren Dach wird nun erreicht, dass einerseits die Fassaden und der Eingang besser wettergeschützt sind und die Kinder in den Sommermonaten schattige Flächen am Gebäude nutzen können. Die neuen Räume werden, wie im Altbau, bis unter das Dach reichen, so dass die vorhandenen Galerien aus Holz wieder eingebaut werden können. Das Flachdach über dem Erdgeschossflur gibt es nicht mehr, da aus den früheren Pultdächern mit dem dazwischenliegenden Flachdach nun ein Satteldach sitzt. So konnte anstelle des Flachdaches ein großzügiges Materiallager für Bastel- und Dekorationsutensilien ermöglicht werden.

Die bisher kaum wärmegedämmten Böden wurden abgebrochen. Ein neuer 17 Zentimeter starker Bodenaufbau mit Fußbodenheizung und einer zwölf Zentimeter starken Wärmedämmung soll für ein behagliches Klima sorgen. Dachfenster sollen die Räume natürlich belüften und Tageslicht einlassen.

Roland Spindler, der von der Erzdiözese Bamberg den Auftrag bekam die Arbeiten von der wirtschaftlichen und auch terminlichen Seite zu begleiten, möchte das gesamte Projekt bis Juli 2020 abschließen, um das im September beginnende Kindergartenjahr schon voll in den neuen Räumen zu starten.

Jagusch-Pezolt konnte dies zwar bejahen, wies aber auch darauf hin, dass die Konjunktur in der Bauwirtschaft auch Verschiebungen mit sich bringen kann.

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