Pfarrweisach

Neuer Schwung mit dem Seil

Die Grundschüler in Pfarrweisach übten fleißig das Rope Skipping - und lernten dabei sogar ein bisschen Englisch.
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Das Partner-Seilspringen macht besonderen Spaß, wenn es Mutter und Tochter gemeinsam probieren.  Foto: jf
Das Partner-Seilspringen macht besonderen Spaß, wenn es Mutter und Tochter gemeinsam probieren. Foto: jf

Im vergangenen Jahrhundert gehörten seilspringende Kinder zum normalen Straßenbild. Gemeinsam mit den Nachbarskindern wurde um die Wette gehüpft, und man versuchte sich an immer "neuen" Techniken, sei es allein, zu zweit oder mit mehreren Kindern. In der Schule blieb das Sprungseil nicht selten im Schrank und wurde nur zu bestimmten Gelegenheiten herausgeholt.

Doch heute ist das anders: Die bunte Kunststoffschnur - bereits auf die passende Länge in Bezug auf die Körpergröße zugeschnitten - wirkt auf die Schulkinder besonders motivierend. Bewegung ist die beste Medizin; daran knüpft auch die Deutsche Herzstiftung mit ihrem Skipping-Hearts-Projekt an und bietet gerade für Schulen ein besonderes Training, bei dem das Gefühl für Rhythmus geweckt und die Koordination vervollkommnet werden.

An der Außenstelle Pfarrweisach der Grundschule Maroldsweisach wurde am Dienstag der vierten Klasse in einem Basiskurs die sportliche Form des Seilspringens, das sogenannte Rope Skipping, vermittelt. Es besteht aus einem angeleiteten Workshop und vermittelt zahlreiche Sprungvariationen, die allein, zu zweit oder in einer Gruppe ausgeführt werden können. Bei entsprechendem Interesse kann sich daran ein Aufbautraining anschließen, das die Kinder auf einen Schulwettkampf vorbereitet. Sportlehrerin und Skipping-Hearts-Ausbilderin Astrid Hess führte den Schülern die jeweiligen Hüpftechniken vor, die - mit einem englischen Namen beschrieben - noch einen zusätzlichen Reiz ausübten. "Basic Jump", "Side Straddle", "Side Swing", "Skier" oder "Jogging Step" nannten sich die Eingangsübungen; während "Criss Cross" und "Double Under" schon mehr Geschicklichkeit von den Kindern verlangen. Doch so manche der Übungen war dennoch nicht unbekannt, hatte man doch vor einiger Zeit beim Schulprojekt-Circus Lauenburger schon die eine oder andere Seilsprungübung kennengelernt.

Den Abschluss der vorbereitenden Übungen bildete das Durchlaufen unter dem großen Seil, das die Ausbilderin zusammen mit Klassleiterin Daniela Thauer zum Schwingen brachte.

Nach einer kurzen Erholungspause lud man Schulkameraden und Eltern ein, das Erlernte in einer abschließenden Vorführung darzubieten; selbst Rektor Christian Terwart war extra in Pfarrweisach geblieben, um das Können der Viertklässler mitzuerleben.

Nachdem die Kinder das Gelernte gezeigt hatten, waren die Zuschauer aufgerufen, selbst ein Seil in beide Hände zu nehmen und die verschiedenen Hüpftechniken auszuprobieren. So mancher Erwachsene fühlte sich dabei sofort ein wenig in die eigene Schulzeit zurückversetzt und bemühte sich deshalb nach Kräften, es den Sprösslingen gleichzutun.

Dass nach diesem zweistündigen Kurs "wieder ein richtiger Seilspring-Boom einsetzen möge", erhoffte sich vor allem die Kursleiterin Hess, wie sie bemerkte. Die Kinder jedenfalls hatten ihren Spaß, auch "wenn das, was immer so leicht aussieht, gar nicht so einfach ist", wie ein Kind treffend feststellte.

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