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Neuer Mieter im ehemaligen Lidl

Zwei Jahre, nachdem der Lebensmitteldicounter seine Filiale in Bad Staffelstein geschlossen hat, scheint der Leerstand in dem Gebäude ein Ende zu nehmen.
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Noch steht das Gebäude leer, doch bald soll im ehemaligen Lidl-Markt in Bad Staffelstein ein neues Geschäft einziehen. Fotos: Tobias Kindermann
Noch steht das Gebäude leer, doch bald soll im ehemaligen Lidl-Markt in Bad Staffelstein ein neues Geschäft einziehen. Fotos: Tobias Kindermann
Tobias Kindermann

Vor einigen Tagen waren Mitarbeiter des Discountes "Black.de" in dem Gebäude unterwegs, um eine Übergabe vorzubereiten. Hinter "Black.de" steht die Handelskette Tedi, die bereits im Norden von Bad Staffelstein an der Lichtenfelser Straße eine Filiale betreibt. Das Unternehmen bestätigte auch, sich in Bad Staffelstein ansiedeln zu wollen. Ein Termin für eine Eröffnung steht noch nicht fest.


Hart umkämpftes Geschäft

Doch warum nun ein weiterer Markt? Im Discounterbereich sieht es nach einem Verdrängungswettbewerb aus, mit einem neuen Outfit und anderem Auftritt möchte "Black" wohl auch Mitbewerber zurückdrängen. 1000 Filialen will man innerhalb von fünf Jahren eröffnet haben, so das Unternehmen gegenüber einem Branchenfachblatt. Im Februar startete man mit fünf Filialen in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen gibt es rund drei Dutzend, in kurzer Taktung kommen immer neue Geschäfte hinzu. Die nächsten "Black"-Discounter gibt es aktuell in Scheßlitz und Kronach.
Lebensmittel kann man dort nicht kaufen. Wenn man den Stil dort beschreiben will: Er wirkt klarer strukturiert als andere Discounter, natürlich wird mit der Farbe Schwarz gearbeitet und ein wenig fühlt man sich an die Verkaufsflächen für Haushaltsbedarf wie etwa bei Ikea erinnert.
Die Ironie der Ansiedlung: Eigentlich hatte der ebenfalls stark wachsende Discounter "Action" mit Stammsitz in Holland genau an dieser Stelle ein Geschäft vorgesehen. Die Bauvoranfrage wurde im Bad Staffelsteiner Stadtrat erörtert - und dabei geprüft, ob statt eines Lebensmitteldiscounters auch ein Non-Food-Geschäft einziehen könnte. Aber dann wurde es still um die Pläne.
Für das Areal des E-Centers gilt ein Bebauungsplan, mit Lidl war zuvor ein Lebensmittelmarkt in dem Gebäude. Eine Prüfung bei der Regierung Oberfranken hatte ergeben, dass auch eine Kette wie "Action" dort einziehen könnte. Knapp 800 Quadratmeter Verkaufsfläche wären dort vertretbar, so die Behörden - so groß war auch die bisherige Fläche, die Lidl belegt hatte.
Wie kam es zu dem Leerstand? Sowohl Edeka als auch Lidl hatten zu Beginn des Jahres 2013 einen Bauantrag eingereicht - beide wollten ihre Märkte erweitern. Edeka durfte von bislang 1800 Quadratmeter um 400 Quadratmeter wachsen - entsprechend dem Platz der ehemaligen Drogerie "Ihr Platz". Sie gehörte zum Schlecker-Konzern, der insolvent ging. Auch die "Ihr Platz"-Filialen waren dadurch betroffen. Vor allem im Innenbereich bei Edeka wurde dann umgebaut - entstanden sind eine separate Leergut-Annahme und ein größeres Bäckerei-Café im Eingangsbereich mit zahlreichen Sitzplätzen; zudem wechselte der Pächter.


Keine Vergrößerung möglich

Die geplante Erweiterung von Lidl - von bislang 790 auf 927 Quadratmeter - wurde im April 2013 vom Bauausschuss mit der Begründung abgelehnt, durch eine Vergrößerung der Verkaufsfläche des Discounters würden zu viele Parkplätze wegfallen. Deshalb entschloss sich Lidl zum Rückzug.

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