Herzogenaurach

Neuer Dachstuhl schafft Wohnraum

In Herzogenaurach wurde das Dachgeschoss des Anwesens in der Hans-Sachs-Straße neu gebaut. Dadurch ist nun Platz für zwei weitere Wohneinheiten. Das wurde beim Richtfest entsprechend gefeiert.
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Zimmermeister Roland Warter beim Richtspruch: Er dankte dem Allmächtigen sowie allen Beteiligten, die beim Bau des neue Dachstuhls halfen. Durch den Neubau entstanden zwei weitere Wohnungen.  Foto: M. Welker
Zimmermeister Roland Warter beim Richtspruch: Er dankte dem Allmächtigen sowie allen Beteiligten, die beim Bau des neue Dachstuhls halfen. Durch den Neubau entstanden zwei weitere Wohnungen. Foto: M. Welker

Auch nach ihrem Jubiläumsjahr, die Herzogenauracher Baugenossenschaft Eintracht konnte 2018 auf 100 Jahre zurückblicken, wird deren Häuserbestand auf Vordermann gebracht. So konnte für das Gebäude Hans-Sachs-Straße 10 Richtfest gefeiert werden.

Im Jahr 1936 entstanden die Häuser in der Hans-Sachs-Straße mit den erforderlichen Wohnungen für die Offiziere des Fliegerhorstes. Der reparaturbedürftige Dachstuhl des Anwesens Hans-Sachs-Straße 10 wurde bei der Baumaßnahme abgerissen und durch die Zimmerei Warter aus Buch bei Gremsdorf neu errichtet.

Wärmedämmung und Balkone

Dadurch können zusätzlich zu den vier Wohnungen in den beiden Stockwerken noch zwei Dachgeschoßwohnungen mit jeweils ungefähr 80 Quadratmetern Wohnfläche gebaut werden. Außerdem erhalten die Wohnungen Balkone, und das Gebäude wird mit einer Wärmedämmung versehen. Für die gesamte Maßnahme veranschlagen die Verantwortlichen der Eintracht Kosten in Höhe von 700 000 Euro.

Zum Richtfest zierte ein mit bunten Bändern geschmücktes Bäumchen den Dachstuhl, als Zimmermeister Roland Warter seinen Richtspruch vom Dach kundtat. Er begann mit einem Dank an den Allmächtigen für die Hilfe bis hierher, der das Bauwerk nach der Vollendung unter seine Obhut nehmen solle. Nach altem Brauch leerte Warter jeweils ein Glas zu Ehren des Bauherrn, der Baugenossenschaft "Eintracht" und auf den Architekten Ralf Wenisch.

Das dritte Glas leerte er zu Ehren der Handwerker, der Meister und der Gesellen, die an diesem Bauwerk mitwirken. Es wurde nach altem Brauch zu Boden geworfen, wo es zersplitterte. Damit war der Wunsch verbunden, Gott möge das Bauwerk vor allen Unbilden schützen.

Für die Verantwortlichen der Baugenossenschaft war besonders wichtig, dass vor allem Firmen aus Herzogenaurach oder der Region den Bau erstellten. So zeichnet für die Flaschner und Dachdeckerarbeiten die Herzogenauracher Firma Scheer verantwortlich.

Nur lokale Unternehmen

Die Firma Dirsch übernimmt die Elektro-, Heizungs- und Sanitärarbeiten, die Firma Herbig den Innenputz und den Trockenbau. Den Rohbau übernahm die Firma Jakob-Bau aus Rohensaas. Statik, Brandschutz und Wärmeschutz hat das Ingenieur-Büro Welker übernommen, das Planungsbüro Wenisch Architektur, Planung und Bauleitung. Der Beginn der Maßnahme war im Mai 2019, die Fertigstellung ist im Frühjahr 2020 geplant. Die zwei neuen Dachgeschoßwohnungen haben sich Interessenten bereits reservieren lassen. Zum Hebmahl waren im Anschluss an den Richtspruch sowohl die Handwerker, die Nachbarn wie auch die Mieter eingeladen. Bei einer Brotzeit aus der Metzgerei Schonath konnten sich die Gäste vom gelungenen Bau überzeugen. Als nächste Maßnahme ist die Sanierung der Dächer von Häusern in der Hans-Sachs- und Peter-Vischer-Straße geplant.

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