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Neuenbürg - einVolltreffer

In Neuenbürg wird scharf geschossen.
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Seit 1958 ist Josef Berger in Neuenbürg. Aber an den ersten Tag im Dorf erinnert er sich nach wie vor, als wäre es gestern gewesen. "Damals sollte das Stromnetz von den vorherrschenden 110 Volt auf 220 Volt ausgebaut werden." Dafür stand er auf dem Dach von Kunigundas Haus. Als sie dann nach draußen kam und sich ihre Blicke trafen war es um die beiden geschehen. Seit diesem Tag leben sie glücklich zusammen im Ort.


Kerwa wurde wiederbelebt

Ähnlich glücklich ist auch Christoph Kern. Ihm ist es nämlich in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr gelungen, die Mitte der 60er Jahre versiegte Kirchweih zu reanimieren. Die fand am vergangenen Wohenende statt. "Ursprünglich begann das Ganze aus einer Laune heraus. Zuerst haben wir eine Schlacht-Schüssel im Privathaus verkostet. Dann ist uns zunehmend der Platz ausgegangen, also sind wir in das Feuerwehrhaus ausgewichen", schildert Kern die Entstehungsgeschichte. "Dann haben so viele die frohen, feiernden Menschen im Feuerwehrhaus gesehen und wollten daran teilhaben, dass wir uns irgendwann dachten: Wir haben wieder den Bedarf einer Kerwa." Diese will aber sorgfältig vorbereitet sein. Sämtliches Equipment, das für die Feierlichkeiten benötigt wird, muss eigens von Helfern und Ausrichtern an Ort und Stelle geschafft werden. Das nehmen die fleißigen Unterstützer, die dafür sorgen, dass seit 1992 die Kirchweih wieder jährlich stattfinden kann, gerne auf sich.
Neben der Kirchweih ist auch der Schützenverein Andreas Hofer, der 1956 gegründet wurde, ein echtes Aushängeschild der Ortschaft Neuenbürg. Die Gründung an sich war hier, ähnlich wie der Entschluss der Wiederaufnahme der Kirchweih, ein Zufall. Im ehemaligen Gasthaus des Ortes trafen sich viele Schützen, um mit einem Luftgewehr auf Ziele im Dachgeschoss zu zielen. Durch diese regelmäßigen Treffen war schnell die Idee eines Schützenvereins im Ort geboren. Die Gründung war ab diesem Punkt also nur noch eine Frage der Zeit.
Mit Erfolg. Vor allem die Jugendmannschaften der Schützen gehören zu den erfolgreichsten des Schützengaus Erlangen. Ein Beleg dafür ist Maximilian Büchel, er mit seinen Schusskünsten bis zu den Deutschen Meisterschaften vordringen konnte. "Und das bei einem Schützenverein, der gerade mal 16 Mitglieder in der Jugendabteilung zählt", freut sich der Jugendleiter Reinhard Brehm vom Schützenverein Andreas Hofer .

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