LKR Erlangen-Höchstadt
Einweihung

Neue Zentrale hilft Hebammen und werdenden Müttern

Die neue Hebammenzentrale Erlangen Stadt und Land, die vor kurzem in den Räumen des Kinderschutzbunds Erlangen ihre Arbeit aufgenommen hat, soll insbesondere für die Hebammen selbst, aber auch für Sch...
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Die Hebammen aus Stadt und Landkreis freuen sich über Unterstützung. Foto: Isabel Gaschler
Die Hebammen aus Stadt und Landkreis freuen sich über Unterstützung. Foto: Isabel Gaschler

Die neue Hebammenzentrale Erlangen Stadt und Land, die vor kurzem in den Räumen des Kinderschutzbunds Erlangen ihre Arbeit aufgenommen hat, soll insbesondere für die Hebammen selbst, aber auch für Schwangere eine deutliche Entlastung darstellen.

Wie Angelika Wechsler, Hebamme und Koordinatorin der Hebammenzentrale, betonte, haben die im Jahr 2007 geänderten Rahmenbedingungen die Arbeit der Hebammen deutlich erschwert. Eine Hebamme verbringe infolgedessen nachweislich 40 Prozent ihrer Arbeitszeit allein mit Bürokratie und Organisation. Auch die damals festgelegte Fortbildungspflicht habe einige negative Folgen mit sich gebracht, unter anderem Verdienstausfälle, hohe Kosten und einen enormen Zeitaufwand.

Mit der neuen Hebammenzentrale für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt soll nun Abhilfe geschaffen werden. Bei der Eröffnung am Montag wurde vorgestellt, wie die Arbeit für die Hebammen erleichtert werden soll. Neben der Einrichtung einer Zentrale, in der alle Anrufe entgegengenommen und Termine koordiniert werden, ist auch eine ganzheitliche Planung von Fortbildungen geplant, womit sich hohe Kosten einsparen lassen und Verdienstausfälle verringert werden können. Ebenso besteht dadurch die Möglichkeit, kurzfristig frei gewordene Kursplätze an die Hebammen zu vermitteln.

Kürzere Fahrtwege

Wie Landrat Alexander Tritthart (CSU) erklärte, bringt die neue Hebammenzentrale auch einige positive Auswirkungen für den Landkreis mit sich. So liegen ihm insbesondere die kürzeren Fahrtwege am Herzen, die durch eine regionale Vermittlung der Hebammen ermöglicht werden können. Aber nicht nur die Hebammen profitieren, sondern auch die Schwangeren und deren Familien. Die Hebammenzentrale gilt für sie ab sofort als Anlaufstelle und bietet neben einer Telefonsprechstunde auch Wartelisten an, in die sich die Schwangeren eintragen lassen können. Bei kurzfristig frei gewordenen Kapazitäten einer Hebamme haben sie dann die Möglichkeit nachzurücken, wodurch die Hebammen wirtschaftlicher und effektiver arbeiten können.

Eine Homepage, die in vier Sprachen verfügbar ist, soll zudem helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Auch Frauen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, können von dem großen Netzwerk der Hebammenzentrale profitieren. Bei Bedarf werden sie an Partnerorganisationen wie beispielsweise das Frauenhaus oder den Kinderschutzbund weitergeleitet. Florian Janik (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, betonte in seiner Ansprache, dass die Zentrale eine bürokratische Entlastung für die werdenden Eltern darstellen wird und zudem die zeitaufwendige Suche nach einer Hebamme deutlich erleichtert werden kann.

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