Kronach

Neue Wege ab dem Sommer

Bei drei Vereinen aus dem Landkreis übernimmt nach der Saison ein neuer Trainer die Verantwortung. Während der SV Gifting und der FC Hirschfeld noch auf der Suche sind, ist der DJK-SV Neufang bereits fündig geworden.
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Alexander Schmidt
Alexander Schmidt
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Dominic Buckreus In der Winterpause ist bei den Fußballmannschaften im Landkreis Kronach einiges in Bewegung. Spieler werden transferiert und in manchen Vereinen werden schon die Weichen für die kommende Saison gestellt. So auch beim Kreisligisten DJK-SV Neufang und den beiden Kreisklassisten SV Gifting und FC Hirschfeld, bei denen im Sommer ein neuer Trainer die Verantwortung übernehmen muss.

Schmidt folgt auf Engel in Neufang

Beim DJK-SV Neufang wird Andreas Engel im Sommer sein Traineramt niederlegen und danach eine Auszeit nehmen. "Der Verein hätte schon gerne gehabt, dass ich weitermache und ich fühle mich auch sehr wohl in Neufang. Wir haben eine klasse Mannschaft und ideale Bedingungen. Aber ich möchte nun eine Pause einlegen", erklärt der 55-Jährige. Engel hatte den Kreisligisten zur Saison 2017/18 übernommen. In den folgenden zwei Jahren führte er die Neufanger auf Platz 6 und 4. Aktuell überwintern sie auf dem sechsten Rang in der Kreisliga 2.

"Wir wollen so bald wie möglich den Klassenerhalt schaffen, damit wir etwas befreiter agieren können", erklärt Engel sein Ziel für die restliche Saison. Dabei soll auch ein Neuzugang helfen. Patrick Peter hatte früher bereits für den DJK-SV gespielt und war seit 2016 hauptsächlich für die Reserve des SV Friesen im Einsatz.

Engels Nachfolger steht bereits fest. Alexander Schmidt wird im Sommer erneut das Kommando beim DJK-SV Neufang übernehmen. Der 44-Jährige war bereits in der Saison 2016/17 in Neufang tätig und holte damals die Meisterschaft in der Kreisklasse. Danach schied er aber aus familiären Gründen aus. Derzeit trainiert er die U19 der JFG Grün-Weiß Frankenwald. "Er ist damals schweren Herzens gegangen", sagt DJK-Vorsitzender Bernd Haderlein. "Es war naheliegend, dass wir ihn fragen. Wir möchten die gute Arbeit weiterführen, die wir vor Jahren angefangen haben."

Yürük-Brüder nach Steinberg

Beim FC Hirschfeld strebt Spielertrainer Alper Yürük nach einer neuen Herausforderung. Er wird den Verein im Sommer verlassen. "Der Verein hätte gern mit mir weiter gemacht, aber es war einfach meine Entscheidung, dass ich im Sommer etwas Neues machen möchte", sagt der 37-Jährige. Zur Saison 2018/19 hatte Yürük beim FCH seine neue Karriere als Spielertrainer begonnen und führte das Team nach seinem ersten Jahr auf Platz 8 der Kreisklasse 4.

Nachdem er bereits Mitte November seinen Abschied verkündet hatte, kam anschließend unter anderem der Kreisligist TSV Steinberg auf ihn zu - er nahm das Angebot an. "Es kommen im Sommer dort viele Spieler aus der Jugend heraus. Es ist mir wichtig, dass ich viel Potenzial in der Mannschaft habe und es reizt mich, junge Spieler weiterzuentwickeln, die ehrgeizig sind und Steinberg wieder nach vorne bringen wollen", begründet er seine Entscheidung. Nach Steinberg wird er auch seinen Co-Trainer und Bruder Altan Yürük mitnehmen.

Doch vorher hat er mit dem FC Hirschfeld noch einiges vor. "Wir wollen die Serie auf jeden Fall mit einem einstelligen Tabellenplatz beenden, so wie im letzten Jahr. Das ist mein persönliches Ziel." In den ersten 19 Spielen der Saison hatten die Hirschfelder mit Personalproblemen zu kämpfen und stehen derzeit nur auf Rang 11. Helfen sollen auch zwei Neuzugänge vom Coburger Kreisligisten SV Türkgücü Neustadt: Yasin Kobal und Yakup Karapinar. "Das sind sehr junge und talentierte Fußballer, die uns auf jeden Fall weiterbringen", sagt Yürük.

Der Verein befinde sich derzeit in Gesprächen mit potenziellen Nachfolgern für Yürük, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagt Abteilungsleiter Markus Grünbeck. "Wir bedauern seine Entscheidung natürlich sehr, sowohl sportlich als auch menschlich. Wir hatten immer ein offenes und ehrliches Miteinander und eine gute Zusammenarbeit. Daher wünschen wir beiden natürlich alles Gute bei ihrem neuen Verein."

Scholz verlässt den SV Gifting

Auch der Ligakonkurrent aus Gifting muss sich für die kommende Saison nach einen neuen Trainer umschauen. Der bisherige Spielertrainer André Scholz wird den derzeitigen Tabellenführer verlassen. Aus privaten und zeitlichen Gründen möchte er künftig etwas kürzer treten. Welchem Verein er sich anschließen wird, lässt er derzeit noch offen.

Im Sommer 2018 startete er seine Trainerkarriere beim SV Gifting. In seinem ersten Jahr verpasste er mit seiner Mannschaft als Tabellenvierter nur knapp die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Zur Winterpause stehen die Giftinger aktuell mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Diese Position möchte Scholz auch bis zum Saisonende verteidigen: "Wenn man die Chance zum Aufstieg hat, will man sie auch nutzen. Für mich wäre das der optimale Abschied", erklärt der 31-Jährige sein persönliches Ziel für die restliche Saison.

"Das ist ein schwerer Verlust und sehr schade", sagt Vereinsvorsitzender Dietmar Neder. Er ist nun auf der Suche nach einem neuen Spielertrainer für die kommende Saison.

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