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Bad Staffelstein

Neue Schulrätin herzlich begrüßt

Seit fünf Monaten ist Ulrike Zettelmeier bereits im Dienst, jetzt wurde sie offiziell vorgestellt.
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Regierungsvizepräsident Thomas Engel überreichte der neuen Schulrätin für Lichtenfels und Coburg, Ulrike Zettelmeier, zur Amtseinführung ein Präsent. Foto: Mario Deller
Regierungsvizepräsident Thomas Engel überreichte der neuen Schulrätin für Lichtenfels und Coburg, Ulrike Zettelmeier, zur Amtseinführung ein Präsent. Foto: Mario Deller

"Das Schulamt holt Verstärkung heut' ...", sangen einige Drittklässler zum Auftakt, was Ulrike Zettelmeier besonders freute. Zuletzt tätig als Rektorin der Emil-Fischer-Grundschule in Dörfles-Esbach hat die gebürtige Reckendorferin nun zum 1. September 2019 eine neue berufliche Herausforderung angetreten als Schulrätin des Staatlichen Schulamtes im Landkreis Lichtenfels sowie des Schulamtes für Stadt und Landkreis Coburg mit je einer halben Stelle.

In der Adam-Riese-Halle in Bad Staffelstein gab es bei der offiziellen Amtseinführung Zettelmeiers viele gute Wünsche und auch schon lobende Worte für das erste halbe Jahr seit ihrem Dienstantritt in neuer Funktion. Nach dem musikalischen Auftakt - für die gesangliche Umrahmung sorgten unter der Leitung von Bernd Donath Jungen und Mädchen der Klassen 3 a und 7 a der Adam-Riese-Schule - begrüßten die Lichtenfelser Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker und ihr Coburger Amtskollege Uwe Dörfer einleitend zahlreiche Ehrengäste.

So wünschten der stellvertretende Lichtenfelser Landrat Helmut Fischer sowie Coburgs Landrat Sebastian Straubel der neuen Schulrätin gutes Gelingen. Für den jeweils örtlichen Personalrat der Schulen im Landkreis Lichtenfels, der Stadt Coburg und des Landkreises Coburg sprachen außerdem Bernhard Jeßberger, Susanne Gerhardt und Max Lachner einige Worte.

Die Lichtenfelser Schulamtsdirektorin Leidnecker meinte, gerichtet an die neue Schulrätin, diese habe sich in ihre neue Aufgabe erfreulich schnell eingearbeitet. "Zettelmeier führt ihre halbe Stelle in Lichtenfels ganz aus", stellte sie ihr nach dem ersten halben Jahr ein gutes Zeugnis aus.

Gutes Zeugnis ausgestellt

Dem schloss sich auf Coburger Seite auch Dörfer an, der in seinen Ausführungen den Gebetsspruch des Theologen Reinhold Niebuhr zitierte: "Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

"Für die Aufgabe in der Schulaufsicht brauche es die Fähigkeit des Hineinfindens in Problemlösungen, Empathie, Aufgeschlossenheit - und die bringen Sie mit", hielt auch Regierungsvizepräsident Thomas Engel Zettelmeier für geeignet, die Herausforderungen zu bestehen, welche der Posten einer Schulrätin mit sich bringt. Engel ging des Weiteren auf die einzelnen zahlreichen Aspekte im heutigen Verständnis der pädagogischen Arbeit ein, die sich auch im Aufgabengebiet der Schulaufsicht und somit der neuen Schulrätin widerspiegeln, darunter Alltagskompetenz, Persönlichkeitsbildung, Hilfestellung bei der Berufswahl und natürlich anno 2020 auch die Digitalisierung.

Engel beleuchtete ferner die bisherige Vita Zettelmeiers. In Reckendorf geboren - auch ihre Eltern wohnten der Amtseinführung übrigens bei - absolvierte die neue Schulrätin 1988 in Ebern ihr Abitur, studierte in Bamberg dann Lehramt und durchlief ihre Lehramtsanwärterzeit an Schulen in Dörfles-Esbach und Zapfendorf. Nach weiteren Stationen in Ebern und Maroldsweisach als Lehrerin, Konrektorin oder Schulleiterin fungierte sie seit 2017 als Schulleiterin an der Grundschule in Dörfles-Esbach. Darüber hinaus, so ließ Engel weiter wissen, sei Zettelmeier auch politisch und gesellschaftlich engagiert als SPD-Kreisrätin des Landkreises Hassberge, Stadträtin in Ebern sowie Übungsleiterin im Sportverein.

In Doppelfunktion als Schulrätin in Coburg und Lichtenfels gleichermaßen präsent zu sein, sich auf die freilich unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort immer wieder einzustellen, das sei durchaus eine Aufgabe mit "Spagat"-Charakter, wie in den Reden immer wieder zur Sprache kam. Angesichts der nun schon langjährigen Erfahrung Zettelmeiers im Schulbereich und, wie bei der Amtseinführung ebenso hervorgehoben wurde, ihrer menschlichen wie fachlichen Kompetenz zeigten sich die Gratulanten zuversichtlich, dass diese ihre Aufgabe meistern wird.

Dann trat auch die neue Schulrätin für Lichtenfels und Coburg selbst ans Rednerpult. "Wir Lehrer haben die zentrale Aufgabe, den uns anvertrauten Schülern Wissen und Können zu vermitteln, ihnen insgesamt das Rüstzeug mitzugeben für das Bestehen in einer Gesellschaft, die mehr und mehr durch Extreme beeinflusst wird, und sie zu mündigen, sozialkompetenten und toleranten Bürgern zu erziehen", fasste sie ihr Berufsverständnis zusammen. Auf Details ihrer neuen Arbeit als Schulrätin ging sie nicht ein, diese können ja auf den Homepages der Schulämter Coburg und Lichtenfels nachgelesen werden. Zettelmeier schloss mit den Worten: "Mein Ziel als Schulrätin ist es, wie schon zuvor als Lehrerin und Schulleiterin, Werte vorzuleben, Vorbild zu sein und Vertrauen aufzubauen, um dadurch meiner neuen Rolle in einem neuen Team gerecht zu werden." Zahlreiche Hände musste Zettelmeier bei der Amtseinführungsfeier schütteln. Was die neue Schulrätin am allermeisten auszeichnen dürfte, ist ihre immer stets eindringlich zum Ausdruck gebrachte Einstellung, dass die Schüler im Fokus ihrer Arbeit stehen. Nicht umsonst schritt sie nach ihrer Rede direkt zu den Schülern und dankte diesen für den Gesang.

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